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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Francis Ford Coppola wird 70

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Teurer Suhrkamp-Umzug“: Claus-Jürgen Göpfert schreibt über einen millionenschweren Sozialplan – der trotzdem viele Fragen offenlässt. Und wahrscheinlich: Aus Frankfurt wird der Verlag gänzlich verschwinden – nix mehr mit Dependance. Alle 160 Mitarbeiter sind zum 31. März gekündigt – wer will, kann nach Ostern einen „Berliner Vertrag“ unterschreiben.

Open Access ist verfassungswidrig: Uwe Jochum beschreibt, wie problematisch die Forderung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen nach freiem Zugang zu allen wissenschaftlichen Erzeugnissen ist.

Ina Hartwig hat sich die aktuelle Ausgabe der Neuen Rundschau S. Fischer angesehen: Sie ist Alfred Döblin gewidmet. Gastherausgeber ist Jörg Feßmann.

Henning Mankell erhält den Remarque-Friedenspreis].

Adan und Eva – nein, das ist ebenso wenig ein Schreibfehler wie eine Paradiesgeschichte. Adan nämlich ist Marokkaner, Eva Jüdin, und die Geschichte spielt in Amsterdam. Genauer: in Slotermeer – ein Außenbezirk, in dem vorwiegend Muslime wohnen. Geschrieben hat die Geschichte Ayaan Hirsi Ali (Piper). Geboren in Somalia, vor gewalttätigen Islamisten aus Amsterdam geflohen, lebt sie, von Morddrohungen verfolgt, nun in New York.

Benjamin Leberts Flug der Pelikane (KiWi) ist der vierte Roman des 27jährigen – Anja Hirsch erzählt ihn nach, drückt sich aber um eine Wertung.

Martin Lüdke besprich Sansibar Blues oder wie ich Livingstone fand (Eichborn), den Doku-Roman von Hans Christoph Buch.

Ein Würdigung von Francis Ford Coppola zum 70…

Frankfurter Allgemeine Zeitung

… und mit Coppola startet auch das Feuilleton der FAZ. Cecil Lewis, um den es im nächsten Buch geht, hat eine ähnliche Kinnfrisur wie Coppola. Kennen Sie nicht? Er war der Kontrahent Manfred von Richthofens, und er schrieb 20 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg seine Biographie: Schütze im Steilflug liegt jetzt – neu übersetzt – bei Eichborn vor.

Mit nur 54 Jahren starb in Köln der Lyriker Alexej Parschtschikow.

Süddeutsche Zeitung

Bei Hanser ist ein Gedichtband mit einer Auswahl aus dem Werk des amerikanischen Dichters Robinson Jeffers unter dem Titel Die Zeit, die da kommt erschienen. Die zweisprachige Ausgabe wurde von Eva Hesse übersetzt, zusammengestellt und mit einem Essay ergänzt. Nico Bleutge findet, die Übersetzungen Hesses seien ein wenig eigenwillig geraten, lobt dafür den klugen Essay und die Auswahl der Gedichte.

Im Romandebüt Das Fischkind der Argentinierin Lucía Puenzos wird die Liebe zweier Mädchen aus der Perspektive eines Hundes erzählt (Wagenbach). Katharina Buess rezensiert: „Viele Suspense-Momente gibt es in der dichten Handlung. Manch eine Verzögerung der Spannung zieht sich arg in die Länge. Doch bleibt am Ende kein Rätsel unaufgelöst, und es lohnt sich, der Geschichte bis zum Ende zu folgen.“

Tobias Lehmkuhl hat sich den Band Best American Essays 2008 angeschaut. Die von Adam Gopnik (Autor des New Yorker) und Robert Atwan herausgebrachte Sammlung ist bei Houghton Mifflin erschienen.

Die Welt

Wer seine SMS-Kompetenz aufmöbeln will, kann das mit dem Duden – Von HDL bis Dubidodo tun.

Wissenschaftliche Buch-Tipps:

Sandra und Matthew Blakesles: Der Geist im Körper, Spektrum

Prinz/Fickler: Computerführerschein Excel und Access, Ullstein

Thomas de Padova: Das Weltgeheimnis

Neue Zürcher Zeitung

Bei Luchterhand sind 20 Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung von Pablo Neruda in einer zweisprachigen Ausgabe erschienen. Allerdings ist diese „Deutsche Erstausgabe“ nicht ganz so neu, da die Übersetzungen von Fritz Vogelsang schon älter sind…

Georg Renöckl ist beeindruckt von Marie NDiayes beklemmendem Roman Mein Herz in der Enge (Suhrkamp).

Paul Jandl stellt fest, dass Daniel Glattauers Leserschaft zu 80% weiblich ist. Wie viele der 170.000 verkauften Exemplare von Alle sieben Wellen (Deuticke) sind dann an Frauen gegangen?

Tilman Rammstedts Der Kaiser von China (DuMont) findet Samuel Moser raffiniert
erzählt. Manches Potential wird aber, bedauert er, „überspült von all den Tricks einer geschmierten Satzmaschine, die dann eben doch ein Ziel hat: (gute) Unterhaltung.“

Hinweise auf Bücher:

Anne Kwaschik: Auf der Suche nach der deutschen Mentalität, Wallstein

Gunter Gebauer: Wittgensteins anthropologisches Denken, Beck

Michael Grossheim (Hg.): Neue Phänomenologie zwischen Praxis und Theorie. Festschrift für Hermann Schmitz, Karl Alber

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