Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj), der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ), die Stiftung Lesen und der Börsenverein legen den Trendbericht zum Thema Kinder- und Jugendbuchmarkt im Jahr 2020 vor.
Kinder bräuchten, so der Tenor des Berichts, einen besseren Zugang zu Büchern. Das Engagement verschiedenster Initiativen spiegle sich auch im Markt für Kinder- und Jugendbücher wider, freut sich Claudia Paul, Sprecherin des Börsenvereins. Die Umsatzeinbrüche im Bereich Kinder- und Jugendbuch sind wesentlich geringer ausgefallen als erwartet. Im letzten Jahr hatte Harry Potter für enorme Zuwächse gesorgt. Im Vergleich zu 2007 beträgt der Rückgang 3,8 Prozent, der Umsatz am Gesamtmarkt beträgt 14,6 Prozent (gegenüber 14,9 Prozent 2007), wie die media control Gfk International im Auftrag des Börsenvereins ermittelt hat.
Klaus Willberg von der avj setzt auf das E-Book. Regina Pantos vom AKJ befürchtet einen starken Rückgang an Lesern und sieht Leseförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Arbeitskreis selbst wolle weiterhin Orientierungshilfen bieten. „Die Kinder von heute sind die Eltern von morgen“, betont Christoph Schäfer, Sprecher der Stiftung Lesen und weist darauf hin, dass Kindern zunehmend weniger vorgelesen werde. Laut einer Studie aus dem Jahr 2007 läsen 42 Prozent aller Eltern ihren Kindern selten oder nie vor. Auch er unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Leseförderung: „Wir müssen die Infrastruktur dafür schaffen, dass alle Kinder eine Chance haben, kompetent und souverän Kinderbücher lesen zu können.“







