
Elmar Faber
Gestern Abend im Leipziger Haus des Buches: Ausstellungseröffnung von „Drei Verlegerleben“ – eine dem leidenschaftlichen Büchermacher Elmar Faber gewidmete Exposition.
Die Ausstellung wurde eröffnet von Wolfgang Tittel: „Wer Elmar Faber nicht kennt, kann nicht zur Buchwelt gehören“, dieser Satz hat – Karl Kraus folgend – einen Beigeschmack von Wahrheit.
Natürlich gab es zur Ausstellung auch ein Gespräch über Literatur und Büchermachen, über Erfahrungen aus der DDR und heute. Die Moderation hatte Michael Hametner – und wer „nachhören“ will, kann das im MDR Kulturradio am 10. Mai von 15 – 16.30 Uhr.
Zur Lesung gekommen war Christoph Hein . Er veröffentlichte bis zur Friedlichen Revolution seine Bücher im Aufbau-Verlag. Dort war Elmar Faber sein Verleger. Als die Zensur für Heins Roman Horns Ende keine Druckfreigabe geben wollte, nahm Elmar Faber den Auftrag an die Druckereien auf die eigene Kappe. Und Christoph Hein prangerte die Zensur in der DDR öffentlich an.
Fabers Briefwechsel mit Autoren (Christa Wolf, Christoph Hein, Günter Grass, Peter Rühmkorf u.v.a.), Fotos und Bücher lassen vierzig Jahre deutscher Verlagsgeschichte in der Ausstellung lebendig werden. In den Dokumenten aus seinem privaten Archiv spiegelt sich auf anschauliche, manchmal auch groteske Weise das Hin und Her im literarischen Grenzverkehr.
Ein Kommentar
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