
Für die einen hat er Kultstatus, andere kennen allenfalls seinen Namen. Jörg Fauser, dessen Werkausgabe seit 2004 im Berliner Alexander Verlag erscheint. Gestern Abend stellte Verleger Alexander Wewerka in der Buchhandlung Thomas Gralla den Autor vor, der 1987 nur 43-jährig unter tragischen Umständen bei einem Unfall starb.
Anlass für den Jörg-Fauser-Abend war das Erscheinen der gesammelten journalistischen Arbeiten des Autors, die unter dem Titel Der Strand der Städte in zwei Wochen in den Handel kommen und die Edition abschließen. „1600 Seiten, in denen sich der gesamte Fauser-Kosmos erschließt und zugleich eine Sittengeschichte der Bundesrepublik“, sagte Wewerka und erzählte, wie er auf Anhieb von „Rohstoff“, Jörg Fausers autobiografisch gefärbtem Roman, so begeistert war, dass er sich zu der Edition entschloss.
Gemeinsam mit Matthias Penzel, der 2004 zusammen mit Ambros Waibel die Fauser-Biografie Rebell im Cola-Hinterland (Edition Tiamat) veröffentlichte, gab Wewerka gestern Einblick in Leben und Werk des Autors. Neugierig gemacht hatte er das Publikum mit der Dokumentation Rohstoff. Der Schriftsteller Jörg Fauser des Berliner Filmemachers Christoph Rüter.
Für Wewerka ist Jörg Fauser immer noch viel zu wenig bekannt. Große Hoffnungen setzt er daher auf die Taschenbuchausgabe seiner Edition, die im Sommer im Diogenes Verlag erscheint. Wer Jörg Fausers Texte kennen lernen will, sollte sich den 14. März merken. Dann liest Wiglaf Droste um 12 Uhr im Berliner Zimmer in Leipzig aus „Der Strand der Städte“.
ML
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