
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Brot aus der Brieftasche gezogen“: Wilhelm Genazinos neuer Roman Das Glück in glücksfernen Zeiten (Hanser) ist ein komisches Buch, doch wer lacht, sollte sich schämen, so Rezensent Martin Lüdke: „Das Beste, was Genazino bisher geschrieben hat.“
Peter Rümkorf ist posthum mit dem Literaturpreis für grotesken Humor der Stadt Kassel geehrt worden.
„Frankfurt ohne Suhrkamp“ [mehr…] – die Podiumsdiskussion zog Unzählige an. Und prompt verspricht Kulturdezernent Semmelroth, dass das heutige Buchhändlerhaus neuen Verlagen gewidmet werden soll: So wie in Leipzig das Haus des Buches? Mal sehen, wer da hinzieht… Aber, wenn die Stadt die Kosten an der Backe an…
In Schweden ist Schluß mit lustig: Da kommen die Betreiber der weltweiten Dateitausch-Börse „The Pirate Bay“ vor Gericht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Neue Wirtschaftsbücher
Klaus Brockhoff Betriebswirtschaftslehre in Wissenschaft und Geschichte (Gabler) und Martin Wolf Fixing Global Finance (Yale Univ. Press).
Auch die hier Frankfurter Diskussion um Suhrkamp: Florian Balke war dabei.
Das Tagebuch als Requiem: Mariusz Wilk hat seinen Abgesang Das Haus am Onegasee (Zsolnay) genant.
Hans Wollschlägers Texte über Arno Schmidt hat Wallstein unter dem Titel Die Insel und einige andere Metaphern für Arno Schmidt herausgebracht.
Annotationen
Kingsley Amis Anständig trinken (Rogner & Bernhard) und – Moment, erst einen Schluck nehmen – Bibliomanica. Ein listenreiches Buch über Bücher (Diogenes).
Der „Fall Rushdie“ ist noch längst nicht abgeschlossen, findet Tobias Döring, und zieht Lübbe nach Köln, ohne großes Tamtam wie Suhrkamp zu veranstalten, schreibt fvl.
Edo Reents würdigt schon mal Thomas Harlan, der am Donnerstag 80 wird.
Die Welt
Uwe Wittstock kommentiert die Suhrkamp-Diskussion – aber ohne die Bilanzen des Verlags zu kennen, könne man nicht viel sagen, meint er.
Süddeutsche Zeitung
Kristina Maidt-Zinke rezensiert Anne Enrights Familientreffen, die deutsche Übersetzung ist bei der DVA erschienen. Die irische Schriftstellerin hat für die Familiengeschichte 2007 den Booker-Preis erhalten. Maidt-Zinke findet, „gegen Kitsch und Klischees ist auch diese Familiengeschichte nicht völlig gefeit, was vermutlich in der Natur des Genres liegt. Das gute alte Irland grüßt mit Alkohol, Gewalt, unglücklichem Sex und repressivem Katholizismus, und doch hat es wieder eine neue, vitale Stimme gefunden“.
Über Marcel Lefebvre, den Bischof und Gründer der 1970 geschaffenen Priesterbruderschaft St. Pius X., hat Bernard Tissier de Mallerais eine Biographie geschrieben, die im Sarto Verlag erschienen ist. Alexander Kissler meint, „eine Kirche, die den Eindruck vermittelt, sie sei recht eigentlich auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil gegründet worden, darf sich nicht wundern, wenn aus ihren Reihen eine derart schrille Opposition im Namen vorkonziliarer Traditionen aufersteht“.
Tim Bindings Roman Cliffhanger ist eine Ehegeschichte und ein Krimi zugleich (Marebuchverlag). Meike Fessmann rezensiert und findet, es „liest sich unterhaltsam – trotz seines komisch aufgekratzten Tons, der eher an deutsche Fernsehunterhaltung erinnert als an den sprichwörtlichen britischen Humor“.
Und Burkhard Müller über den Erfolg und Boom von Vampirgeschichten, insbesondere den von Stephenie Meyer und ihrer Bis(s)-Reihe.
Weitere Rezensionen zum politischen Buch:
Marcia Pally erklärt in ihrem Buch Die hintergründige Religion (Berlin University Press), wie amerikanische Außenpolitik funktioniert und von welchen unausgesprochenen Grundannahmen sie geleitet ist. Sie warnt vor zu großen Erwartungen an Barack Obama, da die US-Außenpolitik im Prinzip immer die gleiche bleibe. Jörg Später rezensiert.
Der ehemalige Kriminalhauptkommissar des Bundeskriminalamtes (BKA) Michael von Wedel hat gemeinsam mit dem Spiegel-Korrespondenten Jürgen Kremb ein Buch über seine Erlebnisse beim BKA geschrieben. Hans Holzhaider hat die Abrechnung (Herbig) gelesen.







