
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Im Panorama ein großes Interview mit T.C. Boyle, der mit seinem neuen Roman Die Frauen (Hanser) am Start ist. Und auch das Feuilleton startet mit einem Interview: Julia Kospach hat Ruth Klüger u.a. über ihr Buch unterwegs verloren (Zsolnay) befragt.
Sofja Tolstaja, die Frau Lew Tolstois, hat auch geschrieben. Nicht ganz so dicke Bücher wie ihr Mann, aber immerhin: Eine Frage der Schuld liegt bei Manesse vor.
Ex-GDL-Chef Manfred Schell hat seine Memoiren veröffentlicht: Die Lok zieht die Bahn (Rotbuch. Doller Titel. Bleibt die Frage: Wann schreibt Mehdon seine und wie heißen die dann? Der schnüffelnde Bremser?
Frankfurter Allgemeine Zeitung
20 Jahre hat Iwan Tolstoi (Verwandtschaft??) recherchiert, ob die CIA tatsächlich hinter der Publikation von Doktor Schiwago steckte, wie die Sowjetpropaganda immer behauptet hat. Da hat sie ausnahmsweise mal Recht behalten. Jetzt hat Tolstoi ein Buch darüber geschrieben, und das scheint sich wie ein Agententhriller zu lesen, findet Kerstin Holm. Leider gibt es das noch nicht auf Deutsch.
Ingeborg Harms rezensiert Arnaud Cathrine Richard Taylor wird vermisst (Liebeskind).
Überall hochgelobt, aber Sarah Elsing hat zu meckern: Daniel Zahno Die Geliebte des Gelatiere (weissbooks.w scheint ihr gar nicht gefallen zu haben.
Savyon Liebrecht hat mit Die Frauen meines Vaters (dtv) den Roman einer verlorenen Kindheit geschrieben.
Annotationen]
Ludwig Daniel Jassoy Man muß erstlich wissen, was man will, ehe man thun kann, was man soll (Lumpeter & Lasel).
Henk van Woerden Ultramarin (Claassen).
Die Welt
20 Jahre Fatwa gegen Salman Rushdie – Claus Leggewie erinnert daran.
Süddeutsche Zeitung
Thienemann-Verleger und Vorsitzende des avj-Vorstandes Klaus Willberg zum Thema E-Book. Er findet das neue Leseformat gerade für Belletristik sehr kritisch, da die Sinnlichkeit verloren gehe, nützlich könne es hingegen für Fachliteratur sein.
Tobias Lehmkuhl rezensiert Roberto Bolaños 2666. Das 1100-Werk wurde erst nach dem Tod des Autors im Jahr 2003 veröffentlicht, ist jetzt in englischer Sprache erschienen und wird seitdem in Amerika als Meisterwerk gefeiert. Lehmkuhl meint, „es ist als würden alle, die es lesen, etwas Besonderes dabei spüren, ohne dass jemand wirklich sagen könnte, worum es sich bei diesem Gefühl handelt“. Deutsche Leser müssen sich noch bis zur zweiten Jahreshälfte gedulden, dann bringt Hanser das Buch auf den Markt.
Der britische Reporter Tim Butcher hat den gesamten Kongo durchquert und mit Blood River – Ins dunkle Herz des Kongo (National Geographic und Frederking & Thaler) ein beeindruckendes Werk geschaffen. Michael Bitala hat es gelesen und findet, „so mühelos, so informativ, so spannend, dass selbst die Großen der Erzählkunst beeindruckt sind“.
Georges-Arthur Goldschmidt hat mit Die Faust im Mund. Eine Annäherung (Ammann Verlag) „seine Lebenserinnerung an die Sprache“ verfasst. Hans-Herbert Räkel hat sie sich angeschaut.
Außerdem eine ganze Seite mit Kinder- und Jugendmedien:
Gisbert Strotdrees hat ein Buch über Traktoren geschrieben. Was ackert da auf Hof und Feld (Landwirtschaftsverlag) ist für kleine und große Fans der kraftvollen Maschine. Mit Illustrationen von Gabi Cavelius.
Das erste Kinderbuch Sommersprossenfeuerkopf der Hollywood-Schauspielerin Julianne Moore ist nun auf Deutsch bei Bloomsbury erschienen.
Die Perlmutterfarbe von Anna Maria Jokl (neu aufgelegt bei Suhrkamp) gibt es nun auch als Hörbuch (bei Hörverlag, gelesen von Christiane Paul). Der Film zum Buch ist gerade in die Kinos gekommen.