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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und ob Mädchen Erotik jetzt der neue Trend wird

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Sie kommt heute ohne Bücher aus. Lediglich die Begnadigung Papst Pius XII. durch Benedikt XVI., die die Rundschau heute auf die Seite 1 hebt, könnte die Nachfrage nach Büchern zur ewigen Frage, ob Pius XII Hitlers Papst oder ein Widerstandskämpfer war, befördern.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Unter Gurus und Gaststudenten“ spielt der Roman von Wolfram Fleischhauer mit dem Titel Der gestohlene Abend (Piper) und sei Campus- und Kriminalroman in einem. Nebenbei setze er der akademischen Lehrerin Ruth Klüger ein Denkmal.

„Rumsitzen und Nachdenken“, was haben Feuilletonisten sonst auch schon zu tun. Franz Schuh, einer der letzten großen Wiens von ihnen, hats in seinen Memioiren. Ein Interview gegen mich selbst aufgeschrieben und bei Paul Zsolnay veröffentlicht. Das Interview bringe wenig persönliches und inhaltlich ginge es nach der Methode „Durcheinander“ zu, meint Judith Leister.

Unter „Lotto war sein Hobby“ geht es um den Aussteigerroman von Hansgeorg Hermann Ahab aus dem Verlag Das neue Berlin. Weniger eigene Standpunkte transportieren und lieber einen vielschichtigen originellen Roman schreiben, hätte dem Autor besser gestanden, meint Thomas Meissner.

Annotationen gibt es auch: Unter „Desaster im Kurort“ wird Rudolf Lorenzen Bad Walden Oder… aus dem Verbrecher Verlag besprochen.
Und unter „Rückkehr ins Gebirge“ geht es um Galsan Tschinag Die Rückkehr aus dem Insel Verlag.

Für die neuen Sachbücher hat sich die Redaktion zwei herausgesucht.

„Der wahre Aristoteles“, das ist die Frage, um die es auch bei der Neuübersetzung von Arbogast Schmitt geht, die der Akademie Verlag herausgebracht hat. Die Arbeit sei trotz mancher Eigenwilligkeiten überzeugend und klar, so Otfried Höffe.

„Keine Lizenzen fürs Gehirn“: Ob die Hirnforschung über das Ziel hinausgeschossen ist, fragt sich unter anderem das Buch History of Cognitive Neuroscience, das es bisher nur auf Englisch bei Wiley-Blackwell Publishing Oxford gibt.

Süddeutsche Zeitung

Unter „Tanz der Teufel“ geht es um die Frage: „Soll der Staat seine Bürger von NS-Dokumenten schützen?“, debattiert das Blatt heute.

Gratuliert wird dem satirischen Zeichner Ivan Steiger, der heute 70. Geburtstag hat.

„Hier ist das Fleisch Wort geworden“: Unter dieser Überschrift geht es um Feuchtgebiete und die Folgen. Berichtet wird über die neue Mädchen-Erotik-Reihe von Schwarzkopf & Schwarzkopf. Vier sind bereits erschienen, acht weitere sollen folgen. Werden Mädchensexbücher erfolgreich? Verene Meyer ist skeptisch. Vielleicht bei Müttern, die wissen wollen, wie ihre Töchter ticken…

Unter „Wer nicht denken will, muss fühlen“ geht es um den Wiener Charmeur Friedrich Torberg, der an Marlene Dietrich von 1946-1979 Briefe geschrieben hat, ohne in ihren Memoiren erwähnt zu sein. Nun kann man die Briefe in Schreib. Nein, schreib nicht. (Synema Verlag) nachlesen.

„Alles so senkrecht hier“, dieser Eindruck drängte sich Barbara Honigmann in New York auf. Ihn hielt sie in ihrem Reisetagebuch fest, nachzulesen in Das überirdische Licht, erschienen bei Carl Hanser.

Die Welt

Hier gibt’s nur Tierstimmen unter „Wenn der Kranich ruft“. Der ruft nämlich von Hörbuchern aus dem Verlag Kein & Aber. Die Schweizer haben die Vogelstimmen Kontinentweise zusammengestellt: Europa, Asien und Afrika sind erschienen, Amerika, Australien und die Wasserwelten sollen noch kommen.

Neue Zürcher Zeitung

„Kein Schutzengel mehr“Der Schriftsteller und Unternehmer Wilhelm Händler erinnert sich an die Öl-Krise der 70er Jahre wie sein Vater sein Unternehmen „mit Umsicht“ durch die Rezessin führte. Händler ist Autor des Romans Die Frau des Schriftstellers in der Frankfurter Verlagsanstalt.

Unter „Wenn Frauen aus der Grube lächeln“ berichtet Autor Martin Pollak darüber wie im Internet Soldaten-schnappschüsse aus dem Zweiten Weltkrieg gehandelt werden. Er hat bei Zsolnay das Buch Warum wurden die Stanislaws erschossen.

„Als die Frauen ‚Kindchen‘ waren“, das ist die Zeit, in der die Romane des Ungarn Ernö Szep spielen. Judith Lieister empfiehlt Die Liebe am Nachmitag, das „leicht parlierend“ auch die Tragik des Alltages nicht vergisst.

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