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Literaturfestival »Montag. Literatur trifft Geschichte: »Der Laden platzt aus allen Nähten!«

Gerade hat Leipzig weit mehr als nur einen kleinen Vorgeschmack auf die

Lesung von Michael Lentz
©ali ghandtschi/montag-festival.de

Lesemarathons der kommenden Buchmesse erhalten. Zwischen dem 22. und 24. Januar erinnerten auf dem Festival »Montag. Literatur trifft Geschichte« [mehr…] fast 40 Schriftstellerinnen und Schriftsteller an neun unterschiedlichen Orten der Stadt an die Friedliche Revolution, die vor 20 Jahren in Leipzig ihren Anfang genommen hatte.

Veranstaltet wurde die dreitägige Lesereihe von der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, die Bundesstiftung für die Aufarbeitung der SED-Diktatur hat »Montag« als Hauptförderer unterstützt.

Im Programm traten Literaten jeden Alters und jeglicher Couleur auf. Von Legenden der DDR-Literatur wie Elke Erb, Andreas Reimann und Werner Heiduczek über Größen wie Michael Lentz, der am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) als Professor literarisches Schreiben lehrt, Jens Sparschuh, Jana Hensel, Georg Michael Lentz Klein, Thomas Rosenlöcher, Angela Krauß und Clemens Meyer und Debütanten wie Christopher Kloeble bis hin zu Publizisten wie Christhard Läpple und Wissenschaftlern wie dem Zensurforscher Siegfried Lokatis ist nahezu jeder zu Wort gekommen, der sich in seinem Schaffen und Arbeiten irgendwie mit der DDR auseinandersetzt.

Veranstalter und Sponsoren konnten sich auf die Leipziger Literatur-Interessierten verlassen, die meisten Lesungen waren gut bis sehr gut besucht. »Bei Clemens Meyer in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung sind 120 Leute gekommen«, freut sich »Montag«-Organisator Claudius Nießen. »Der Laden platzte aus allen Nähten. Am Ende haben wir sogar Treppenplätze verkauft.«

Dabei wäre mitunter vielleicht weniger auch mehr gewesen. Wenn beispielsweise die Doppellesung von Elke Erb und Georg Klein am Donnerstag im Café Telegraf – unweit der berüchtigten »Runden Ecke«, dem ehemaligen Sitz der Bezirksverwaltung der Stasi – mit zwanzig Zuhörern nur schwach besucht war, lag das sicherlich nicht am mangelnden Interesse der Leipziger, sondern an der selbst gemachten Konkurrenz. Lyrik-Fans hatten die Qual der Wahl: An ein- und demselben Abend mussten sie sich zwischen Elke Erb, Ulrike Almut Sandig und Thomas Kunst entscheiden.

Unter dem Strich zeigen sich die Veranstalter jedoch hoch zufrieden. »Man kann auf so einem Festival eben nicht nur zwei Lesungen am Abend anbieten«, meint Nießen. »Von acht Veranstaltungen waren sieben gut besucht.«

Im Hinblick auf die zahlreichen Lesungen, die im März während der Buchmesse stattfinden werden, sind das doch wunderbare Aussichten!

Olaf Schmidt

Programm und weitere Informationen unter www.montag-festival.de

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