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Juliane Seyfarth zur von ihr gegründeten Vertriebskooperation ARTFOLIO

In ihrer Vertriebskooperation hat sie zahlreiche illustre Verlage wie ars vivendi, Artea, Brandstätter, Morsell, Nomada, PALAZZI, Seemann Henschel, Thiele und Thorbecke gebündelt [mehr…]. Gegenüber buchmarkt.de berichtet Juliane Seyfarth wie sie darauf kam.

Juliane Seyfarth

Buchmarkt: Was haben Sie vor und was bieten Sie dem Handel?
Seyfarth :Ziel der Artfolio Vertriebskooperation ist es, dort gemeinsam aufzutreten, wo es aus Sicht der Handelspartner Sinn macht. Die Verlage haben deshalb ihren Vertrieb gebündelt, der von mir betreut wird. So gibt es für einen gemeinsamen Ansprechpartner für Bücher, Kalender und Geschenke der o.g. Themen die sich unter der Klammer „Lifestyle“ wieder finden. Die Kommunikation mit mehreren Verlagen wird für den Handel dadurch erheblich erleichtert. Auf der logistischen Ebene wird es eine Auslieferung geben, um die Bezugskosten zu reduzieren.

Sie haben einen illustren Kreis an Verlagen zusammengebunden: Wie haben Sie das geschafft?
Verlage kleinerer und mittlerer Größenordnung müssen aus meiner Sicht kooperieren, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Das Konzept gibt es schon mehrfach und hat sich bewährt: Vorbild war die von Alexander Herrmann betreute AURORA Vertriebskooperation, die vor 5 Jahren gestartet ist und die Interessen von mittlerweile 9 Mitbewerbern im Themenbereich „Bewusstes Leben“ bündelt.
Mit den Verlagen Brandstätter und Thiele habe ich meine Zusammenarbeit begonnen und dann Verlage angesprochen, die sich programmatisch im selben Umfeld bewegen. Im zweiten Schritt kamen dann die Verlage ars vivendi mit Artea und Morsell, Seemann Henschel, Thorbecke dazu. Als jüngste Mitglieder konnten wir die Kalenderverlage Nomada und PALAZZI in der Kooperation begrüßen. Mit weiteren möglichen Partnern sind wir im Gespräch. Hier kommt dem Konzept natürlich auch die enge Vernetzung der Buchbranche zu Gute, so dass es zwischen einigen Verlagen auch schon Verbindungen gab, die hier genutzt werden konnten.

Was sind die Anforderungen an die Verlage?
Sowohl die thematische und konzeptionelle Programmausrichtung muss zur ARTFOLIO Vertriebskooperation passen. Die Verlage müssen unabhängig von Wettbewerbsgedanken in einer Gruppe zusammen arbeiten wollen und die oben genannten Punkte wie die gemeinsame Betreuung und Pflege der wichtigsten Handelspartner durch ein Vertriebsbüro und die logistische Bündelung der Kooperation anpassen.

Warum haben Sie sich auf diese Weise selbständig gemacht?
Ich habe nach meiner Ausbildung zur Verlagskauffrau bei BertelsmannSpringer/Random House Buchwissenschaft, BWL und Ndl in München studiert. Neben dem Studium habe ich im Vertriebsbüro von Alexander Herrmann gearbeitet und die AURORA Vertriebskooperation mit betreut. In dieser Zeit entstand die Idee, das Konzept der Vertriebskooperation zu multiplizieren, weil ich der Meinung bin, dass Vertriebskooperationen auf alle Themengruppen übertragbar sind.
Die beiden Kooperationen ARTFOLIO und AURORA werden heute in einer Bürogemeinschaft unter Nutzung einer gemeinsamen Büroorganisation von München aus betreut.

Wie sind Sie vorgegangen, haben Sie vorher ein Profil Ihres Vertriebsbüros angelegt?
Das Profil ergab sich aus den Anforderungen der Handelspartner, der Mutmaßung, in welche Richtung sich der Buchmarkt entwickeln wird und aus den Wünschen der Verlage.

Das heißt Vertriebsbüro müssen sich heute spezialisieren?
Für einen selbstständigen Kundenbetreuer ist aus meiner Sicht die thematische Bündelung über mehrere Verlagsprogramme das entscheidende Argument.

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