
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Norbert Hummelt hat bei Reclam Ausgewählte Gedichte von Thomas Kling unter dem Titel schädelmagie herausgegeben, Peer Trilcke rezensiert: „eine erschwingliche Einstiegsdroge – unter die Leute damit“!
Annotiert
Erich Rietenauer Alma, meine Liebe. Persönliche Erinnerungen an eine Legende (Amalthea).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Amerikanische Dichter und ihre zur Amtseinführung der jeweiligen Präsidenten verfassten und vorgetragenen Gedichte – ein origineller Feuilleton-Aufmacher zur Amts-Einführung von Obama. Elizabeth Alexander darf heute ihr Auftragswerk rezitieren. Mancher ihrer Vorgänger hat sich dabei unsterblich blamiert…
Reinhard Helling bespricht Edward P. Jones Erzählungsband Hagars Kinder (Hoffmann und Campe).
Die Welt
Die Bundesdruckerei sollte doch ein ehrwürdiger Betrieb sein. Gut, als es um die Privatisierung ging, wollt nur einen den Laden haben, und das auch nicht lange. Jetzt aber spekuliert Nikolaus Doll darüber, dass der frühere Staatsbetrieb auch noch zweifelhafte Geschäfte mit Venezuela gemacht habe…
Im Feuilleton ein Nachruf auf Georg Lentz. Und Wolfgang Kubins Übersetzung der Geschichte der chinesischen Literatur im 20. Jahrhundert ist in China unter die zehn besten Sachbücher des Jahres gewählt worden. Wussten Sie aber, dass Kubin auch Lyrik schreibt? Zwei Bände seiner Gedichte liegen im Bonner Weidle-Verlag vor.
Wiederentdeckt: Else Spillers Slums. Erlebnisse in den Schlammvierteln moderner Großstädte – wir reden über die Jahre um 1900. Erschienen ist das von Peter Rayer herausgegebene Werk im Wiener Czernin Verlag.
Ein Schmankerl am Rande: Eric Greven ist 9 Jahre und schon Bestsellerautor. Und sein Buch? Ein Flirtratgeber: How to talk to girls (Harper Collins). Scheint ja ein ganz schönes Früchtchen zu sein, Klein-Alec…
Süddeutsche Zeitung
Johan Schloemann hat sich der von Arbogast Schmitt übersetzten und kommentierten Ausgabe der Poetik von Aristoteles angenommen (Akademie Verlag). Er findet, dass „diese Schrift bis heute bedenkenswerte Ratschläge für die Literatur enthält“.
Hermann Peter Piwitts in den späten siebziger Jahren geschriebener Roman Die Gärten im März wurde vom Wallstein Verlag neu aufgelegt. Meike Fessmann rezensiert und findet ihn noch immer sehr lesenswert.
Der Journalist und Sachbuchautor Wolf Schneider erzählt die Menschheitsgeschichte. In seinem bei Rowohlt erschienenden Buch Der Mensch. Eine Karriere geht es laut Oliver Müller um die „die atemberaubende Geschichte, wie aus einem Häuflein überdurchschnittlich schlauer Affen der Herr der Erde wurde – und wie er sie nun zu ruinieren droht.“
Tobias Kniebe hat mit seinem Buch Operation Walküre. Das Drama des 20. Juli. (Rowohlt) ein detaillierte Darstellung des historischen Ereignisses mit umfassenden Recherchen und vielen Interviews geschaffen.
Und zur Amtseinführung Barack Obamas hat das Nachrichtenmagazin Time ihm einen Bild- und Essayband gewidmet, in dem sein Weg vom Außenseiterkandidaten zum designierten Präsidenten der USA nachgezeichnet wird. Auf deutsch ist der Band bei Knesebeck unter dem Titel Yes we can – Bilder einer Persönlichkeit erschienen. Andrian Kreye hat sich das Buch angeschaut.
Neue Zürcher Zeitung
„Amerika als Mythos und Heilsvorstellung“: Götz-Dietrich Opitz sagt in etwa voraus, was Barack Obama heute in seiner Inaugurationsrede sagen wird. Der Amerikanist hat in einer Untersuchung die Reden seiner Vorgänger analysiert und fasst schon mal in etwa zusammen. Seine Untersuchung ist unter Manifest Destiny im Kalten Krieg im Peter Lang Verlag erschienen.
„Der Mensch und sein Gotteshaus“ lautet die Überschrift zu einer Besprechung von Friedrich Möbius, der in Wohnung, Tempel, Gotteshaus. Beobachtungen zur Anthropologie religiösen Verhaltens eine Anthropologie des Bauens entwerfe (Verlag Schnell & Steiner).
„Das Land, das seine Menschen hasst“ ist eine Besprechung zu Dave Eggers Weit gegangen. Das Leben des Valentino Achak Deng (Kiepenheuer & Witsch) überschrieben. Das Buch „rapportiert“ das Schicksal eines sudanesischen Flüchtlings. Angela Schader meint: „Mit 750 Seiten ist Weit gegangen ein gewichtiges Buch, und vielleicht hätte der Text da und dort eine Straffung vertragen.“
„Der Dichterfürst der modernen Türkei“: Mit der Überschrift ist der Autor Nâzım Hikmet gemeint, von dem jetzt „eine vorbildliche Anthologie in deutscher Sprache“ erschienen sei, so Börte Sagaster und meint zwei Titel, die jetzt auf den Markt gekommen sind. Bei Ammann erschienen ist Hasretlerin Adı / Die Namen der Sehnsucht mit Gedichten des Autors, die in ihrer freien Übersetzung gelungen sein sollen.
Die Übersetzung des Romans von Nâzım Hikmet, Die Romantiker, (Mit einem Nachwort von Peter Bichsel) bei Suhrkamp enthalte allerdings einige Schnitzer, die bei mehr Gegenlesen hätten vermieden werden können, so Sagaster.