
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Was Architektur mit Psychologie und Umbruchsituationen verbindet“: Robert Kaltenbrunner hat sich über Prishtina informiert. Dazu die Bücher: Kai Vöckler Prishtina is Everywhere (Parthas), Harbusch, Luce, Matton, Timmermans Surviving the Suburb, Detlev von Uslar Die gebaute Welt (Königshausen & Neumann).
Michael Rutschky rezensiert James Meeks Roman über einen Afghanistan-Reporter Fremdland (Fahrenheit).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wirtschaftsbücher
Vernon L. Smith – Nobelpreisträger – hat bei Bloomington seine Memoiren Discovery geschrieben. Das reinste Lesevergnügen scheinen sie aber nicht zu sein, schreibt Karen Horn.
Die Ökonomie des Dopings haben wir, glaube ich, begriffen. Frank Daumann hat bei Merus ein Buch darüber gemacht und weist nach, dass es Doping im Prinzip schon in der Antike gab. Da kriegen wir dann doch eine Ahnung, wie „schnell“ diese Unsitte abzustellen ist…
Pu der Bär wird nach 80 Jahren fortgesetzt. Auf den 5. Oktober ist eine Forsetzung des Klassikers von A.A. Milne terminiert, wie Egmont Publishung mitteilt. Milnes Erben haben auch schon alles abgenickt, was David Benedictus geschrieben und Mark Burgess gezeichnet haben.
Hans Christoph Buch rezensiert Frank Westermann Ararat – Pilgerreise eines Ungläubigen (Ch. Links), Martin Wittmann hat sich David Benioffs Roman Stadt der Diebe (Blessing) angesehen.
Annotationen
Demnächst mehr. Das Buch der Briefe (Berlin University Press) und Enno Stahl Diese Seelen (Verbrecher).
Tilman Spreckelsen würdigt Haruki Murakami zum Sechzigsten.
Süddeutsche Zeitung
„Die Politik des Heizlüfters“ heißt eine Kolumne von Slavenka Drakulic: Leben spenden: Was Menschen dazu bewegt, Gutes zu tun (Zsolnay), in der sie die osteuropäische Mentalität beschreibt nicht nur wegen der Kälte, in einer Duldungsstarre zu verharren und es sich lieber gefallen zu lassen, dass ihr Heimatland Kroatien beispielsweise Gas zu einem Drittel des russischen Preises an Italien liefert und dabei keine Vorräte anlegt.
„Ein Buch für Barack Obama“ sei Was zu tun ist (Suhrkamp), in dem Bestseller-Autor Thomas L. Friedman meint, die Welt könnte auch in der Umwelt am amerikanischen Wesen genesen.
Die Überschrift „’Gott Dollar schützt die Gläubigen nicht’“ ist den Tagebüchern von Léon Bloy entnommen, die jetzt erstmals von Peter Weiß herausgegeben unter dem schlichten Titel Tagebücher 1892-1917 im Karolinger Verlag erschienen sind und einen Einblick geben in das schroffe Denken eines rätselhaften Kirchenmannes, „Bürgerschreck“s und „Kunst- und Kirchenkritiker“s, der nach seinem Tod ein unübersehbares Konvolut aus Romanen und Aufzeichnungen hinterlassen hat.
Annotiert wird unter „Karpatenklänge“ H.C. Artmanns Dracula aus dem Hause Mandelbaum Bibliothek der Töne, und unter „Der Volkstribun“ verstreute Texte von Erich Loest, die bei Steidl unter Einmal Exil und zurück erschienen sind.
Die Welt
Der amerikanische Autor Richard Yates war schon vergessen. Daran hat in Deutschland die DVA einiges geändert, und jetzt wird sie belohnt: Yates’ großartiger Roman Zeiten des Aufruhrs kommt ins Kino. Mit Kate Winslet – die große Gewinnerin bei den Golden Globes heute Nacht – und Leonardo DiCaprio – was soll da schief gehen? Da wär doch mal ein Bücherstapel nicht schlecht, oder?