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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Nachrufe auf Simmel und Jonke

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Kunsthistoriker und Buchautor Horst Bredekamp im Interview: „Neu ist: Menschen werden getötet, damit sie zu Bildern werden.“ Bredekamp über die Komplizenschaft der Medien bei Kriegsverbrechen und Bushs Versuch, diese Abbilder wieder an eine konkrete Realität zu binden.

Das PEN-Zentrum würdigt den verstorbenen Johannes Mario Simmel [mehr…]. Mit ihm habe der PEN einen guten Freund verloren.

Martin Lüdke würdigt den gestern verstorbenen Gert Jonke [mehr…].

Annotiert: Berd Bösel Philosophie und Enthusiasmus (Passagen Verlag).

Auf der letzten Seite ein Simmel-Porträt von Tilmann P. Gangloff unter dem Titel „Bruder Mensch“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wirtschaftsbücher

Hans-Werner Sinn fällt schon mal auf durch gewagte Vergleiche. Manchmal schreibt er auch Bücher. Zum Beispiel Das grüne Paradoxon (Econ). Darin attackiert er die deutsche Umweltpolitik. Eine solche klare Analyse war längst überfällig, findet Rezensentin Indira Gurbaxani.

Christoph Bruns u.a. Professionelles Portfoliomanagement (Schäffer-Poeschel). Rezensent Markus Spiwoks: „eine praxisgerechte Darstellung“.

Im Feuilleton ein Gedicht von Marion Poschmann.

Wolfgang Schneider rezensiert Peer Hultbergs Die Stadt und die Welt (Jung und Jung): Ungereimtheiten, so der Rezensent, seien nicht dem Autor, sondern dem Leben anzulasten.

Jochen Schimmang bespricht Serge Joncours Roman Ultraviolett (Klett-Cotta): „Bei Patricia Highsmith sind die Toten irgendwann wirklich tot. In ‚Ultraviolett’ indes taucht einer wieder auf…“

Annotationen
William Butler Yeats Irlands Königreich und der Schatten (Jung und Jung)

und

Marie-Sophie Lobkowicz Ich werde da sein, wenn du stirbst (Pattloch).

Martin Lhotzky würdigt den verstorbenen „Ohrenzeugen und Weltendurchschauer“ Gert Jonke.

Wandernde Schatten heißt das Marbacher Katalogbuch zur großen W.G. Sebald-Ausstellung. Patrick Bahners rezensiert.

Großer Nachruf von Hannes Hintermeier auf Simmel: Er war ein dem Leser zugewandter Autor alter Schule.

Die Welt

Das Feuilleton startet ebenfalls mit einem Nachruf auf Simmel, geschrieben hat ihn Holger Kreitling: „Simmels Bücher ruhen in der Zeit, so wie Filme von Wenders und das Werk Bölls“.

Ebenfalls ein Nachruf auf Gert Jonke.

Süddeutsche Zeitung

Kanton Zug und der „Zuzügler“ Simmel: Andreas Iten, seit 1999 Präsident des Innerschweizer Schriftstellerverbandes, mit einem ganz speziellen Nachruf auf Simmel.

Lothar Müller würdigt Gert Jonke.

Georg Klein hat den „einsamen Briefschreiber“ Stanislaw Lem (Der Widerstand der Materie. Ausgewählte Briefe Parthas Verlag) gelesen: Wer das Buch zur Hand nimmt, werde „sich dem Lichtsog seiner Klugheit schwerlich entziehen können“.

Der Verlag Bernd Detsch würdigt einen Meistertypographen: Jan Tschichold. Sein Lebenswerk in Bildern heißt das Buch, das laut Martin Z. Schröder von falschen Satzzeichen, Druckfehlern und Dummheiten wie „best gestaltetst“ nur so wimmle. „Die Ausstattung und Typographie dieses Buches aber schlägt dem Fass den Boden aus. So übel ist Tschichold noch nie mitgespielt worden.“ Oh je…

Neue Zürcher Zeitung

Großer Nachruf auf Gert Jonke von Paul Jandl unter dem Titel „Der wachste aller Träumer“.

Sieglinde Geisel rezensiert Wilfried N’Sondes Roman Das Herz der Leopardenkinder (Kunstmann) – ein Roman über das Verhängnis des Rassismus.

Annotationen
Burkhard Müller Lufthunde (zu Klampen)
Sie waren dabei. Mitläuferinnen. Nutznießerinnen. Täterinnen im Nationalsozialismus (Wallstein)
Joseph Burt Bourdieu. Grundwissen Philosophie (Reclam)
Fehler im System (Wallstein)
Dietrich Erben Komponistenporträts von der Renaissance bis zur Gegenwart (Reclam)
Wissensfreiheit in Vergangenheit und Gegenwart (Schwabe Verlag)
Ida Pfeiffer Wir lebten nach Matrosenweise (Promedia-Verlag)
Birgit Kempker Sehnsucht im Hyperbett. Ein transverfickter Diskurs (Droschl)

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