
„Zitate zu verschenken!“ Mit diesem Ausruf und einem Päckchen farbiger Zettel in den Händen betrat gestern Abend Peter Welk, Schauspieler aus Düsseldorf, den kleinen Saal des Holzhausenschlösschens.
Dieser Anfang hilft ihm, das Lampenfieber zu überwinden. Sagt er. Und stimmt zugleich die Zuhörer ein auf das, was dann auf der Bühne passiert.
Am 9. Januar 1908 starb Wilhelm Busch, sein hundertster Todestag wurde dieses Jahr im Holzhausenschlösschen mit einer interessanten und viel beachteten Ausstellung [mehr…] und einem facettenreichen Rahmenprogramm begangen.
Peter Welk zitiert, gestikuliert, singt. Thomas Peter-Horas, seit über 10 Jahren Leiter der Jugendmusikschule in Neu-Isenburg, hat 18 Lieder zu Busch-Texten komponiert. Herrlich, wie er das Heidenröslein mit dem Augustin verknüpft und mit dieser Musik Buschs Fräulein Röschen begleitet.
Peter Welk führt durch das Leben Wilhelm Buschs mit autobiographischen Notizen des eigenwilligen Karikaturisten, flicht Verse ein und Lieder. So zeichnet er ein Kurzporträt, witzig, launig und oft mit ernsten Gedanken hinter den lustigen Reimen.
Der gestrige Abend bildete jedoch nicht den Abschluss zum Thema Busch; im neuen Jahr steht der Maler und Autor gleich als erstes wieder auf dem Programm: am 21. Januar wird die Fromme Helene, ein „gutbürgerliches“ Kammermusical gezeigt.
JF