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Hessischer Leseförderpreis heute in Frankfurt vergeben

Staatsministerin Silke Lautenschläger (r.)
gratuliert Petra Scheuer

In einer Feierstunde im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt wurde heute der Hessische Leseförderpreis an besonders engagierte Bibliotheken vergeben.

In seinen Begrüßungsworten wies Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth auf die Bedeutung, bereits bei Kindern Interesse für das Lesen zu wecken, hin. Dabei gehe es nicht nur um die Erfassung von Inhalten, sondern auch um das Wahrnehmen der Darstellungsweise. Die Leidenschaft für das Buch muss frühestmöglich entfacht werden, es gilt, alle Kinder einzubeziehen.

Mit einem Seitenblick auf das E-Book prophezeite Semmelroth, dass sich zwar die Formen des Lesens verändern werden, das Buch jedoch noch lange als Printausgabe zum Anfassen und darin Blättern Bestand haben wird.

Er dankte der Hessischen Landesregierung, dem Hessischen Literaturbüro und den ausgezeichneten Bibliotheken für ihren Einsatz zur Förderung des Lesens.

Autorin Ricarda Junge führte durch das Programm. Viele der nachfolgenden Liedtexte stammen von Klaus Schwerberger, der sich seit Jahren für die Leseförderung stark macht und das Projekt ehrenamtlich leitet.

In kurzen Liedern, vorgetragen von Thomas Fleischmann und am Flügel von Herbert Dietzen begleitet, ging es um Bücher und Leselust.

Kinder der Sonnenblumenschule Eltville, im letzten Jahr ausgezeichnet, trugen eine Rap-Version des Zauberlehrlings vor.
Clara Winter und Johanna Goldbach, Lesekids aus Lauterbach, begeisterten mit der Geschichte von einer Bibliothekarin.

Silke Lautenschläger, Hessische Staatsministerin, ging zunächst auf die Historie des Wettbewerbs ein, den es seit 14 Jahren gibt. Seit neun Jahren werden die besten Projekte prämiert. In diesem Jahr wurde das Preisgeld verdoppelt und beträgt nun insgesamt 15.000 Euro. 33 hessische Bibliotheken reichten 2008 ihre Projekte ein – eine Rekordteilnehmerzahl -, zehn, fünf hautamtliche und fünf nebenamtliche, wurden nominiert.

Eine Ehrenurkunde für Kultur und Kunst erhielt Barbara Busch, Konrektorin der Aue-Schule in Dietzenbach. Seit 2004 führt diese Bildungseinrichtung Veranstaltungen durch, die Kindern Lust aufs Lesen machen. Die Vergabe der Urkunde erfolgte erstmals im Rahmen der Auszeichnungsfeier der Hessischen Leseförderung.

Die unabhängige Jury, zusammengesetzt aus Vertretern öffentlicher Büchereien, den Rechtsträgern öffentlicher Büchereien, des Deutschen Bibliotheksverbands (LV Hessen), der Stiftung Lesen und der Geschäftsstelle Hessische Leseförderung hatten die besten Projekte ausgewählt.

In der Gruppe der ehrenamtlichen Bibliotheken erhielten die Gemeindebücherei Dietzhölztal 3.500 Euro für das Projekt Das Buch in der Kiste und die Gemeindebücherei Mittelkalbach 1.500 Euro für Fußball einmal anders, bei den hauptamtlichen Bibliotheken wurden die Stadtbücherei Lauterbach für ihre Leselotte und die Stadtbücherei Lampertheim für Lesen im kleinen Dreieck – Abenteuer Weltraumwissen mit jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.

JF

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