Die Frage „Muss guter Rat teuer sein?“ stand im Mittelpunkt des 15. Kleinverlegertags an der HTWK Leipzig.
Das PR- Projekt des Studiengangs Buchhandel/Verlagswirtschaft hatte dazu am 13. November drei Ratgeberverlage nach Leipzig geladen und bekam überraschende Antworten.
Als Gäste traten Wolfgang Weinmann vom Berliner Weinmann Verlag, Bernd Tretow vom Bank Verlag aus Köln, sowie Christa Winkelmann vom Buchverlag für die Frau mit Sitz in Leipzig auf. Rolf Nüthen vom Arbeitskreis kleinerer und unabhängiger Verlage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels leitete den Tag mit einer Übersicht über das aktuelle Marktgeschehen ein.
Im Fokus stand dabei ein Markt, der zurzeit mit schwierigen, aber doch spannenden Aufgaben konfrontiert werde, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Internet, aber auch E-Books, gewinnen gerade in diesem Segment immer stärker an Bedeutung. Die Umsätze mit den gedruckten Ratgebern gingen zurück und die Präsenz im Handel schwinde.
Aussichten die alles andere als viel versprechend scheinen – umso überraschender sei es gewesen, auf selbstbewusste und überzeugte Verleger zu treffen.
Die Gäste hätten sich auf den Handel mit Ratgebern spezialisiert, wobei sich jeder Verlag einem eigenen Thema zuwende.
Seien es Ratgeber über Judo, Fitness oder Ballsportarten, Finanzratgeber, oder Themen wie Kochen, Gesundheit und Handarbeit: Mit einer klaren inhaltlichen Ausrichtung sei es durchaus möglich, sich in Zeiten von Konzentrationsprozessen am Markt zu halten.
Dass das Internet immer stärker an Bedeutung als Informationsmedium gewinne, dürfe dabei nicht außer Acht gelassen werden. Die Aufgabe der Verlage werde es sein, sich dort mit qualitativen Inhalten zu positionieren. Doch die technische Entwicklung stehe noch am Anfang und auch Internet-Piraterie scheine derzeitig nicht effektiv bekämpft werden zu können. Dies voran zu treiben werde jedoch nicht Aufgabe kleiner Verlage sein.







