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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und „Kollegen für Kundera“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Arno Widmann erinnert an das Werk von Robert Frank und vor allem an The Americans (die Steidl neu aufgelegt hat). Fotografien aus diesem Band ziehen sich aus Anlass der Wahl von Obama durch den Literaturteil, in dem u.a. der Autor Ariel Dorfman den neuen „Dichter-Präsident“ beschreibt: „Er könnte das Vokabular bereit stellen, das die Zukunft braucht.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ihm war bestimmt, mit Martin Niemöller zu leiden“: Gernot Böhme bespricht die „auch historisch interessante“ Neuausgabe von Ernst Wiecherts Der Totenwald (Suhrkamp).

Kritik in Kürze:
„Worte sind Spiegel“: Gemeint ist Hotel des Etrangers, die Gedichte von Joachim Sartorius bei Kiepenheuer & Witsch.

„Fiebriges Klagelied“: Es geht um das „kleine, ambitionierte Buch“ Gestrandet von Youssouf Amine Elalamy (Donata Kinzelbach), in dem das Meer als kosmische Metapher dient und als „unendliche Weite von Tinte, mit der ganze Bücher gefüllt werden könnten“.

Die Welt

Tilman Krause kommentiert erfreut, wie Autoren sich für Kundera einsetzen – und berichtet wird schon vom Tod von Michael Chrichton, der im Alter von 66 Jahren gestorben ist.

Süddeutsche Zeitung

„Ich will Taschendieb lernen und dann Filmstar“: Hans-Peter Kunisch erzählt über den „hinreißenden und zu unrecht vergessenen“ Roman Die Kinder von Wien von Robert Neumann, der bei Eichborn in der Anderen Bibliothek neu aufgelegt wurde.

„Die Dinge, die der Wind treibt“: Christoph Barthmann findet, Ivan Vladislavic hat mit Johannisburg. Insel aus Zufall (A1 Verlag) ein behutsames, liebevolles Porträtbuch der Stadt „gemalt“.

Und Philipp Blohm schreibt unter „Kinder der Revolution“ über das Buch von Robert Gildea, der in Children of the Revolution: The French die Geschichte Frankreichs erzählt (Allen Lane, London).

Die Zeit

Im Feuilleton findet sich heute unter dem Titel „Parallelwelt“ eine vernichtende Kritik zum dritten Teil von Christopher Paolinis Eragon (cbj), der kurz nach seiner Veröffentlichung in Deutschland an die Spitze der Bestsellerlisten schoss. Ulrich Greiner findet, der Autor habe aus „Mangel an Poesie“ Detail auf Detail und Effekt auf Effekt gehäuft, und sich dabei stark an J.R.R. Tolkien orientiert.

„Der Strahl eines anderen Lichts“: Prosaschriftsteller W.G. Sebald hat Gedichte geschrieben, die bisher niemand kannte. Nun erscheinen sie im Hanser Verlag unter dem Titel Über das Land und das Wasser.

„Mit Toten umzugehen“: Judith Kuckarts Die Verdächtige wird ebenfalls verrissen. Martin Lüdke bemängelt, Kuckart habe eine tolle Idee gehabt und den Anfang des Krimis auch gut geschafft, aber die Umsetzung sei ihr einfach nicht gut gelungen: „Hier wurde ein guter Stoff zum Opfer eines schlechten Krimis.“

Die offenbar schmerzvolle Beziehung zwischen Wolfgang und Marion Koeppen schlägt sich nun in einer beim Suhrkamp Verlag erscheinenden Briefsammlung nieder. Trotz allem so wie du bist dokumentiert laut Rolf Michaelis die Qualen und privaten Leiden zweier Menschen, an denen eigentlich niemand anders teilhaben sollte. Die Offenbarungen würden aber gut erklären, wie das Werk des Schriftstellers entstanden sei.

Außerdem: Carsten Dams und Michael Stolle veröffentlichen Die Gestapo – Herrschaft und Terror im Dritten Reich im C.H. Beck Verlag, Völker Schlöndorff schreibt in Licht, Schatten und Bewegung] (Hanser Verlag) über sein Leben und seine Filme und Hanns Zischler und Sara Danius veröffentlichen {Vermischte Nachrichten von James Joyce im Zsolnay Verlag.

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