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RAF-Diskussion geht weiter: Mittwoch kommt Buback-Buch

Der Deutsche Herbst erhitzt weiter die Gemüter. In der Debatte um den Film zum Buch Der Bader-Meinhof-Komplex melden sich vor allem die Anghärigen der Opfer zu Wort.

Nachdem Ignes Ponto, die Witwe des Bankiers Jürgen Ponto, laut Spiegel angekündigt hatte, sie werden gegen den Film klagen [mehr…], berichten WELT und SPIEGEL heute über das Buch, das von Michael Buback kommenden Mittwoch erscheint.

Die WELT fasst zusammen: „Der zweite Tod meines Vaters ist nicht das erste Buch, in dem sich Angehörige von RAF-Opfern äußern. Zu Recht viel gelobt wurde Anne Siemens‘ Interviewband ‚Für die RAF war er das System, für mich der Vater‘. Eher literarisierend fiel das Buch ‚Stumme Gewalt‘ von Carolin Emcke aus. Die Journalistin war als Patenkind des RAF-Ziels Alfred Herrhausen Betroffene, wenn auch nicht so eng wie Ehepartner oder Kinder der Terroropfer.“

Es sei ein sehr persönliches Buch, in dem er die Diskussion und seinen Erkenntnisgewinn der vergangenen zwei Jahre für sich bilanziere, so Vorabrezensent Sven Felix Kellerhoff über den bei Droemer Knaur erscheinende Titel. Das Buch bringe die Debatte voran, „auch wenn der Leser sich vom Temperament des Autors überrollt fühlt und viele seiner Vorwürfe nicht ganz überzeugend sind.“

Der SPIEGEL greift in seiner heutigen Ausgabe die Vorwürfe des Staatsanwalt-Sohnes gegen die Ermittler auf. Die hätten mehrere Spuren, um die RAF-Täter dingfest zu machen, nicht verfolgt. Dabei spricht er von „Verrat an meinem Vater“.

Morgen wird Buback im Interview bei 3sat „Kulturzeit“, heißt es aus dem Hause Droemer.

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