
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Heute beginnt das Feuilleton wieder mit den Buchmesse-Skizzen, in denen u.a. Franz Müntefering erwähnt wird, der im Stundentakt forderte Macht Politik!.
Die „Kritik in Kürze“ widmet sich Franzobels Kreisky. Ein Stück zur Volkshilfe und Gunther Nickels Materialien, Dokumente und Informationen zu Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt.
Nadja Wünsche rezensiert unter „Das lyrische Ich ist bloß erfunden“ die Gedichte von Maria Bodrožić, die unter dem Titel Lichtorgeln erschienen sind und Maria Frisé bespricht unter „Also duschen wir nicht“ Ilse Webers Texte aus Theresienstadt Wann wohl das Leid ein Ende hat.
Der australische DichterLes Murray feiert heute seinen siebzigsten Geburtstag. Thomas Poiss gratuliert unter „Was der Fledermaus nicht mehr aus dem Ohr geht“.
Zusätzlich werden neue Sachbücher vorgestellt:
„Ein Wissen wie leuchtende Herbstblätter“: Eberhard Rathgeb rezenziert Kerstin Ekmans Der Wald.
„Mit Rom fürs Reich“: Caspar Hirschi bespricht Alexander Schmidts Vaterlandsliebe und Religionskonflikt.
In eigener Sache weist der Medienredakteur Michael Hanfeld darauf hin, dass er gemeinsam mit Souad Mekhennet das Buch Islam geschrieben hat.
Süddeutsche Zeitung
Auch heute ist die Affäre um Milan Kundera wieder Thema:
Literaturhistoriker Zdenek Pesat behauptet, nicht der tschechisch-französische Schriftsteller habe den Regimegegner denunziert, sondern sein Freund Miroslav Dlask. Damit ist Kundera teilweise entlastet.
„Ratsch, Ingwer, zisch!“: Auch Tobias Lehmkuhl gratuliert dem australischen Dichter les Murray zum 70.: „Murray glaubt an Gott, vielleicht ist seine Lyrik deswegen so klar und stark, so wenig vergrübelt, so gar nicht weihevoll.“
„Charles Darwin und die Konstruktion des Blumenkohls“: Cord Riechelmann rezensiert Richard DawkinsGeschichten vom Ursprung des Lebens. Eine Zeitreise auf Darwins Spuren: „Dies ist das zur Zeit lesens- und bedenkenswerteste Buch über die Evolution überhaupt.“
Auch Christopher Schrader beschäftigt sich mit dem Begründer der Evolutionstheorie: Unter „Staunen über die Fremde“ bespricht er Jürgen Neffes Sachbuch Darwin. Das Abenteuer des Lebens.
Frankfurter Rundschau
Heute im Feuilleton: „Die Madonna im Pelzmantel“ von Sabahattin Ali, das im Berlin der 20er Jahre spielt. Sebnem Isigüzels „Am Rand“ schafft Realitäten, die „der Leser nur schwer erträgt“. Und Ian Rankin schickt in „Ein Rest von Schuld“ seine Hauptfigur in Pension.
Daland Segler bezeichnet die gestrige „Diskussion“ zwischen Thomas Gottschalk und MRR als Farce. Der Literatur-Papst stellte läppische Forderungen wie die Verfilmungen von William Shakespeare und Bertolt Brecht – die es laut Segler bereits gibt – und nach 30 Minuten sei man nicht zum Kern der Sache gelangt.