
Das Geheimnis ist gelüftet: Die Markteinführung des bereits auf der IFA in Berlin vorgestellten E-Readers Sony PRS 505 ist für Deutschland im Frühjahr 2009 geplant und wird in Kooperation mit dem Buchgroßhändler Libri und der Buchhandelsgruppe Thalia erfolgen. Das gab Sony auf einer Pressekonferenz auf der Frankfurter Buchmesse bekannt.
Dabei betont Sony-Geschäftsführer Jeffry von Ede, dass man auf einen breit angelegten Vertrieb setze: Sowohl der Verkauf des Lesegerätes selbst auch der des Contents ist offen für den gesamten Buchhandel. „Präferiert wird jedoch Thalia als Partner mit 240 Filialen“.
Auf Frage von BuchMarkt wurden keine Angabe über die Konditionen für andere Buchhandlungen gemacht, „aber natürlich suche man für jeden Vertriebspartner eine geeignete Lösung“, so Dr. Pascal Zimmer. So sind auch die Marketing-Maßnahmen zunächst auf die Zusammenarbeit mit Thalia ausgerichtet. Der Endkunde sei aber in Zukunft frei in seiner Wahl und könne die gewünschten Titel sowohl über den Buchhandel als auch direkt bei den Verlagen oder Libri beziehen.
Libri übernimmt sowohl die Akquise der Inhalte als auch den des Lesegerätes. Verschiedene Verlage wie dtv, Lübbe, Beltz, Bertelsmann, Campus oder Heyne haben bereits ihre Bereitschaft zur Kooperation angekündigt. Die jeweiligen Verlagshäuser können dabei selbst bestimmen, in wiefern die Inhalte mit einem Kopierschutz (DRM) versehen werden sollen.
Um die Inhalte einem breiten Publikum zur Verfügung stellen zu können, unterstützt der PRS 505 den offenen Standard e-pub und setzt bei den Inhalten vor allem auf Belletristik. Über den Preis des Lesegerätes wurden ebenfalls noch keine definitiven Angaben gemacht, wahrscheinlich wird der Preis wie in Frankreich bei 199,- Euro liegen.
Die Markteinführung des auf dem amerikanischen Markt bereits erhältlichen Modell PRS 700 erwäge man hierzulande noch nicht, da die Produkte auf den jeweiligen Markt zugeschnitten seien, so von Ede. Der 505 bliebe auch weiterhin in den USA erhältlich, es könne also nicht von einem Nachfolgermodell gesprochen werden.
Man plant, mit der Markteinführung mehrere Tausend Titel bereitstellen zu können, die gegenüber der Printversion um 20% günstiger sein und ebenfalls der Preisbindung unterliegen sollen.







