Nun geht es wieder los mit den Spekulationen über den Literaturnobelpreis, der taditionel parallel zur Frankfurter Buchmesse verkündet wird. WELT-Feuilletonist Elmar Krekeler findet: „Die Liste der Vorgeschlagenen ist lang, die Liste der fragwürdigen Preisträger auch“.
DIE ZEIT veröffentlicht morgen eine Liste mit 25 Namen und lässt Martin Walser Botho Strauß vorschlagen.
Krekeler macht ebenfalls so einige Vorschläge, um dann zu dem Schluss zu kommen: „Schaffen wir ihn doch einfach ab. Wir ärgern uns ja doch bloß. Weil die Entscheidung wie immer politisch mutlos sein wird und ästhetisch komplett veraltet. Weil wir wieder Angst haben werden davor, dass der garantiert angejahrte Preisträger die Vergabe im Dezember vielleicht gar nicht mehr erlebt. Weil die Entscheidungen der Chefgerontologen aus Schweden inzwischen so erratisch geworden sind, dass man kaum mehr erklären kann, wofür der Nobelpreis eigentlich steht.“