
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Das war der FAS ein paar Zeilen wert: Das Blatt enthüllt, dass Joanne K. Rowling mit rund 300 Millionen Dollar an Einnahmen im letzten Jahr die bestverdienende Autorin der Welt ist. Die eigentliche Überraschung aber ist, dass James Patterson als zweitplatzierter nur auf 50 Mio. Dollar kommt; dahinter dann erst Stephen King, Tom Clanacy und John Grisham.
Wladimir Kaminer hat ein neues Buch geschrieben, in dem es um seinen Alltag geht. Eine nette Idee: Johanna Ardoján hat mit seiner Frau und den beiden Kindern darüber gesprochen, wie das ist, wenn der Vater über einen schreibt. Ihre Antwort steht über dem Gespräch: „Papa schreibt das so oder so auf“. Wäre auch ein hübscherer Titel gewesen, das Buch heißt aber Salve Papa (Manhattan).
Dann aber geht’s um „Das deutsche Wollmausmassaker“: Volker Weidermann findet „Das Ende der Langeweile ist eingeläutet“ und stellt die Debütromane der Saison vor, von Barbetta bis Zehnder.
Zum Schluss erfahren wir noch: „Männer sind schwach und verwundbar“: Julia Encke macht Lust auf Anatol Regniers Biographie über seinen Großvater Frank Wedekind, dem es gelingt, „ein niemals denunzierendes und auch nicht verklärendes Porträt“ zu zeichnen (Knaus)
und auf der Medienseite geht Claudius Seil (inspiriert vom Schirmer-Mosel Band The Vanity Fair Porträts ) der Frage nach, was es „ist, was da glänzt“. Macht Appetit auf den opulenten band, der zum 25. Jubiläum der Zeitschrift erschien.
Welt am Sonntag
Charlotte Roche ist auf „vochtige streken“: Es war 2008 bei uns das meistverkaufte Buch; nun erscheint Feuchtgebiete auch in Holland. Die WamS überlegt, ob unsere Nachbar geschockt sein könnten.
Joachim Lottmann spricht mit Tilman Rammstedt, der in diesem Jahr unumstritten den Bachmann-Preis gewonnen hat und dessen Buch im Herbst kommen soll – oder auch nicht. Denn abliefert hat er es noch nicht, aber er verspricht: „Morgen habe ich das Buch fertig. Ganz sicher.“
In diesem Bücherherbst warten gleich vier mehr oder weniger führende Sozialdemokraten mit neuen Büchern auf: Sigmar Gabriel, Franz Müntefering, Kurt Beck und Ottmar Schreiner. Die WamS listet unter http://www.welt.de/wams_print/article2531148/Die-besten-Seiten-der-Sozialdemokratie aus jedem Buch die drei wichtigsten Sätze, drei Gründe, das jeweilige Werk tatsächlich zu lesen – und je einen Grund, weshalb man es bei dieser Synopse belassen könnte:
Dazu gibt es eine wunderbare Doppelseite über den Zusammenhang von Mathematik und Literatur aus der Feder von Ulrich Woelk, dessen Roman Joana Mandelbrot und ich über die Liebe eines Mathematikers zu einer Prostituierten kürzlich bei dtv premium erschienen ist.