
Am Samstagabend feierte in Berlin Mitte die spanische Buchhandlung La Rayuela ihren dritten Geburtstag mit spanischem Charme und einer frisch zubereiteten, riesigen Paella. Im Innenhof, einem lauschigen Sommergarten, stießen Kunden und Freunde an – und auch Passanten, die von dem verführerischen Duft angelockt wurden.
Inhaberin Margarita Ruby freute sich über Geburtstagsgeschenke in Form eines Gedichtes oder Liedes und sie hatte noch einen weiteren Grund zu feiern: den Umzug zwei Häuser weiter in neue helle Räume mit einer Verkaufsfläche von rund 30 Quadratmetern.
Den Innenhof teilt sie sich mit der benachbarten Sloppy Joe’s Bar, die südamerikanisches Flair in die Elisabethkirchstraße bringt. Der Name erinnert an das legendäre Lokal in Havanna, in dem einst Ernest Hemingway und Graham Greene gerne zu Gast waren.
Dass der Buchladen nur über den Hof betreten werden kann, fällt kaum ins Gewicht. „Wir sind die einzige spanische Buchhandlung in Berlin“, sagt Margarity Ruby. „Unsere Kunden, das sind vor allem Spanier, Südamerikaner und Menschen, die Spanisch lernen, kommen gezielt aus dem gesamten Stadtgebiet.“
Das Angebot von La Rayuela hat sich unter den Hispanophilen in Berlin schnell herumgesprochen. Auch dank der kulturellen Veranstaltungen, die Margarity Ruby regelmäßig anbietet. Dabei erweist sich die Nachbarschaft zu der Bar als großer Vorteil. So liest am Mittwoch in Sloppy Joe’s Bar der kubanische Schriftsteller Edmundo Desnoes im Rahmen des internationalen Literaturfestivals aus „Erinnerungen an die Unterentwicklung“. Anschließend wird der Film „Erdbeer und Schokolade“ aus dem Jahr 1968 gezeigt, der auf Desnoes Roman beruht. Zum 40. Jahrestag der Filmpremiere erscheint „Erinnerungen an die Unterentwicklung“ in diesem Herbst übrigens zum ersten Mal in deutscher Sprache (Suhrkamp).
ML