
Farah, Horst Köhler (v. l.)
Literatur aus Afrika steht im Fokus des diesjährigen Internationalen Literaturfestivals in Berlin [mehr…].
Bundespräsident Horst Köhler, bekannt für sein Afrika-Engagement, hatte heute drei der Festivalgäste zu einer Matinee ins Schloss Bellevue eingeladen: Susan Kiguli aus Uganda, Chirikure Chirikure aus Simbabwe und Lebogang Mashile, eine der populärsten jungen Künstlerinnen in Südafrika. Die Gedichte der Lyriker, die in ihren jeweiligen Heimatländern bereits großes Renommee erworben haben, hierzulande aber noch weitgehend unbekannt sind, wurden eigens für das Festival ins Deutsche übersetzt.
Wegen der Straßensperrungen anlässlich des Berlin Marathons war es nicht ganz leicht zu dem Veranstaltungsort zu gelangen, doch wer es geschafft hatte, erlebte einen Literaturmarathon, der Einblick in einen faszinierenden Kontinent gab.
Mit der Veranstaltung will sich Köhler einmal mehr dafür einsetzen, dass Afrika in all seinen Facetten wahrgenommen wird. Es werde Zeit, dass wir zu echter Partnerschaft finden und uns mit dem kulturellen Reichtum des Landes auseinandersetzen, sagte er, als er die rund 200 geladenen Gäste begrüßte. Unter ihnen waren zahlreiche Autoren des Festivals wie Irina Liebmann, Eliot Weinberger, Hans Christoph Buch und Nuruddin Farah, einer der bedeutendsten afrikanischen Autoren, der immer mal wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt wird.
ML