
Anlass war das Erscheinen der ersten drei Bände der Neuauflage. Ein „Leselexikon für Neugierige“ nannte Herausgeber Wilhelm Kühlmann, Professor an der Universität Heidelberg, das Werk bei der Buchpräsentation in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Fundiert und doch für jedermann lesbar präsentiere die auf 12 Bände und einen Registerband angelegte Neuauflage die aktuellen Ergebnisse der Wissenschaft nicht nur für Fachleute und Studenten, sondern auch für Literaturliebhaber, so Kühlmann. Anders als elektronische Medien verführe das Killy Literaturlexikon zum Weiterlesen und verlocke dazu, sich auf Entdeckungsreisen in bislang verdeckte oder scheinbar abseitige Gefilde der Literatur- und Kulturgeschichte des deutschsprachigen Raumes zu begeben.
Das Werk sei nicht nur ein Resümee der Forschung, sondern auch eine Stimulanz, lobte Ernst Osterkamp in der anschließenden Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Manfred Osten diskutierten neben den Professoren Kühlmann und Osterkamp auch der Schriftsteller Jakob Hein und der Journalist Lothar Müller über Sinn und Nutzen eines neuen Literaturlexikons. Sorgfältig wurde das Pro und Contra eines Lexikons im digitalen Zeitalter ausgelotet. Während die einen den Informationen aus dem Internet skeptisch gegenüber stehen, werden sie von anderen täglich genutzt. Und doch war man sich in einem einig: Werke wie das Killy Literaturlexikon bleiben ein unverzichtbares Medium. Daraus zog Verleger Klaus G. Saur sein eigenes Fazit: „Das Lexikon ist das ideale Geschenk“, warb er.
Nach umfassender Überarbeitung und Aktualisierung erscheint das ursprünglich in den Jahren 1988 bis 1993 beim Bertelsmann Lexikon Verlag publizierte Killy Literaturlexikon seit 2008 in 2. Auflage bei Walter de Gruyter. Der Subskriptionspreis ist gültig bis 31. Dezember 2008 und beträgt für den ersten Band 178 Euro (Ladenpreis 198 Euro) und für den zweiten und dritten Band jeweils 198 Euro (Ladenpreis 248 Euro).
Die nächsten drei Bände werden im Frühjahr 2009 auf den Markt kommen, bis 2011 soll die Edition abgeschlossen sein. Langfristig ist auch eine digitale Version vorgesehen.
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