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Ermittlungsverfahren gegen Eichborn-Autor Jürgen Roth: Verlag mahnt Meinungsfreiheit an

„Anklage unerwünscht“ – so heißt der Eichborn-Bestseller von 2007 (s. Abb.), in dem die

Journalisten Jürgen Roth, Rainer Nübel und Rainer Fromm verschiedenen Staatsanwaltschaften anhand aktueller Beispiele vorwerfen, Ermittlungen nicht eingeleitet oder diese zu früh eingestellt zu haben.

Die geschilderten Fälle betreffen Behörden in Hessen, Sachsen, Baden-Württemberg und Niedersachsen, vor allem in Sachsen sorgten die Recherchen für große Diskussionen. Ohne die Publikationen von Jürgen Roth wäre die Affäre um den „Sachsen-Sumpf“ nicht ins Rollen gekommen.

Nun wurde berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Chemnitz seit einigen Tagen ein Ermittlungsverfahren gegen den Mafia-Experten Jürgen Roth führt. Der Buchautor soll auf einer Lesung vor einigen Wochen sinngemäß gesagt haben, dass es auch in den Justizbehörden des Freistaates mafiöse Strukturen gebe.

„Unabhängige Journalisten sind als Korrektiv und zur Kontrolle der Staatesorgane unerlässlich. Jeglichen Versuchen, die Presse- oder Meinungsfreiheit einzuschränken, muss entschieden Einhalt geboten werden“, so der Vorstand der Eichborn AG, Stephan Gallenkamp zum Verfahren.

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