
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen.
Frankfurter Rundschau
„Immun gegen Erfahrung“: Unter dieser Headline bespricht Arno Widmann das „Glaubensbekenntnis des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche“, gemeint ist Wolfgang Huber, der sich mit seinem Buch Der christliche Glaube bei Gütersloher an ein „breites Publikum“ und „gegen den dogmatischen Bibelglauben“ wendet.
Judith von Sternburg kommentiert die bei den Costa Book Awards der Briten gestellte Suche nach der beliebtesten Schriftstellerin aller Zeiten: Es ist Enid Blyton. (Das wird auch in der SZ kommentiert).
„Die Unschuld der Musik“ nennt Hans–Jürgen Kinke seine Rezension von Jonathan Carr Der Wagner Clan (HoCa) – „eine umsichtige und anschauliche Arbeit: Ohne zu eifern und zu rechten rückt er Vorurteile und Missverständnisse zurecht“
Der Krimitipp macht neugierig auf einen „Mann, den nichts überraschen kann“: Hannelore Cayre Ein Meisterstück. Ein Fall für Leibowitz (Unionsverlag) und urteilt: „herrlich trockene Selbstironie“, ihr Ich-Erzähler habe einen „flotten, harten Sound“.
In einer Bildstrecke wird an den 100. Geburtstag des Fotografen Henri Cartier-Bresson gedacht. Erwähnt werden die Bildbände Peter Galssi, Henri Cartier-Bresson, Die frühen Fotografien bei schirmer Mosel (vergessen wurde leider Henri Cartier-Bresson, der Schnappschuss und sein Meister von Cheroux, Clement ebenfalls Schirmer Mosel) und Pierre Assouline Das Auge des Jahrhunderts von Steidl. Gepasst hätte aus aktuellem Anlass auch der „China“ aus dem Reich Verlag Luzern, der Arbeiten des großen Fotografen enthält.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Morgen geht es in der Beilage Bilder und Zeiten um Peter Hacks und Thomas Mann. Heute schreibt der persische Autor Amir Hassan Cheheltan, sein Roman Killing Americans in Teheran wartet in den USA noch auf eine Druckerlaubnis, zu seinem Thema „Wir und die Amerikaner“
Barbara Frischmuth alias Valerie Kutzer hat bei Aufbau Vergiss Ägypten. Ein Reiseroman vorgelegt: Man erfahre viel, „Frischmuth kennt die Götter des alten und die Kultur des neuen Ägypten zu gut“.
„Drei Engel für Katharina“ nennt Beater Tröger ihren Beitrag über Katharina Faber Fremde Signale (Bilger), in der es auch um drei Engel geht, ohne wirklich esoterisch zu sein, lobt die Erzählfreude: „Vor allem aber beeindruckt der Lebenshunger, der hier so vehement Ausdruck findet“.
Zwei Kurzkritiken: „Singendes Pferd“ steht über dem Gedichtband von Paul Boldt Junge Pferde! Junge Pferde! (Edition Razamba, Norderstedt) („eine beglückende Wiederentdeckung“).
„Putziges Fräulein“: Markus Orth Das Zimmermädchen(Schöffling), der Roman sei in seiner konsequenten inhaltlichen Durchführung beachtlich.
Auf der Seite „Neue Sachbücher“ rezensiert Helmut Mayer breit ein Buch über die Geschichte des Trinkgelds, das zu einer etablierten Praxis geworden sei, die ihre Freiwilligkeit längst verloren habe und findet unter der Überschrift „Weibliche Bedienung flirtet mit männlichem Gast“, dass der das materialreiche Buch „Der Rest ist für Sie!“ von Winfried Speitkamp aus dem Reclam Verlag „elegant“ geschrieben sei.
Andreas Eckert hat sich unter der Überschrift Eltern, die ihre Kinder verkaufen das Jahrbuch Menschenrechte angesehen, das bei Suhrkamp erschienen ist und sich dem Schwerpunkt Sklaverei widmet.
Gedacht wird dem Fotografen Henri Cartier-Bresson, ohne dass auf die schönen Bildbände hingewiesen wird, die es derzeit gibt, siehe FR
Die Welt
Morgen ist in der „Literarischen Welt“ Norbert Gstreins „Die Winter im Süden“ (Hanser, das „Buch der Woche“.
Heute gibt es auf der Wissenschaftsseite einen kleine Buchtipp Jörg Zittlau Warum Affen für die Liebe zahlen (Ullstein) – auch in der Tierwelt läuft sichtlich nicht alles rund…
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Süddeutsche Zeitung
„Tiere als Millionenerben“ hat Hans Traxler in seinem Bilderbuch Fünf Hunde erben eine Million lust-und liebevoll dargestellt – „ein entzückendes Bilderbuch“ meint die SZ
„Alles im Übergriff“ steht über dem Beitrag von Maike Albath zu Isabel Allende Das Siegel der Tage(Suhrkamp) und urteilt sibyllinisch: „Man sollte sich gut überlegen, ob man bei Isabel Allende einheiraten will, und sei es nur für die Länge dieses Buches“.
„Der Kardinal und die Yoga-Priester“ lautet der Bericht von Alexander Kissler üer sein Leseerlebnis mit Father Elijah. Den Bestseller und „katholischen Mystery-Thriller“ von Michael D. O´Brien gibt es nun „endlich auf Deutsch“ (Fe-Verlag, Kißlegg). Es mache Lust, sich mit seiner Apokalypse zu befassen.
Und der schwedische Verleger Svante Weyler behauptet unter : „Das liest doch keiner“ – „Wer nur leichtes will, kommt darin um“ und plädiert dafür, in der Literatur, die „fruchtbare Spannung zwischen dem Schweren und dem Leichten wieder herzustellen“.
Neue Zürcher Zeitung
Den Aufmacher der Feuilleton-Seiten bestreitet Volker Perthes mit Gedanken zu den „Perspektiven auf den radikalen Islamismus“ unter der Überschrift „Generationen des Zorns“. Perthes ist Autor des bei Suhrkamp erschienen Bandes Iran-Eine politische Herausforderung.