
Rundherum der gleiche Aufmacher: Nachrufe auf Alexander Solshenizyn [mehr…], der am Sonntag in Moskau starb.
Frankfurter Rundschau
Auf Seite 1 UND als Feuilleton-Aufmacher hat die FR Solshenizyn: Karl Grobe würdigt den Literaturnobelpreisträger: „Solshenizyn war Dissident, Mahner, Prophet und rückwärtsgewandter Utopist.“
Berichtet wird über die Corine-Preisträger [mehr…] und dass der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel an den Autor Thomas Meinecke und den Musiker David Moufang vergeben wird.
Sachbuch-Annotationen
Béatrice Ottersbach / Thomas Schadt „Kamerabekenntnisse“ (UVK Verlag) und Thomas Brandlmeier „Kameraautoren. Technik und Ästhetik“ (Schüren).
Und überall Reproduktionen von Zeitungs-Titelblättern mit den Pitt- und Jolie-Zwillingen – 14 Millionen Dollar haben „People Magazin“ und „Hello“ berappt, um die prominenten Windelkacker zeigen zu dürfen. Hoffentlich hat man die nicht geleimt: Sooo anders als andere Babies sehen die nun wieder auch nicht aus…
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Auch die FAZ widmet dem verstorbenen Solshenizyn viel Platz: Auf Seite 1 des Feuilletons schreibt Hans-Peter Riese über „Ein Tag im Februar 1974“ (das war der Tag, an dem er aus der Sowjetunion ausreisen durfte und bei Heinrich Böll Quartier nahm, was später bei Biermanns Ausbürgerung den DDR-Dichter Peter Hacks zu der infamen Formulierung in der „Weltbühne“ verleitete, Biermann habe in Bölls Bett geschlafen und hoffentlich nicht noch Solshenizys Läuse gefunden…).
Kerstin Holm schreibt über „Solshenizyn als Erzieher“, Felicitas von Lovenberg hat Marcel Reich-Ranicki über ihn befragt, und der tut, was er am besten kann: literaturpapsteln und das erzählen, was man eh schon weiß; gehaltvoller ist da Ralph Dutli, der den Verstorbenen in seiner ganzen Widersprüchlichkeit würdigt., und Reinhard Veser hat russische Stimmen zu Solshenizyn zusammengetragen.
„Die intelligente Expansion der Gutenberg-Galaxis“ heißt ein Artikel von Michael Embach und Andrea Rapp, der sich mit Digitalisierung alten Schriftguts beschäftigt. Höchst lesenswert!
Die Welt
Hü und hott bei Max Weber: Gestern feiert Gustav Seibt den Fund des Stichwortmanuskripts „Politik als Beruf“ als kleine Sensation [mehr…], jetzt sind Zweifel an der Provenienz des Manuskripts aufgetaucht.
Süddeutsche Zeitung
Alexander Kissler über Jürgen Manemann / Bernd Acker „Politische Theologie – gegengelesen“ (LIT Verlag), Thomas von Steinäcker über Cyril Pedrosa über „Drei Schatten“ (Berlin) und Eva-Maria Träger über Jacques Cousteau & Susan Schiefelbein „Der Mensch, die Orchidee und der Oktopus. Mein Leben für die Erforschung und Bewahrung unserer Umwelt“ (Campus), Und Joseph Hanimann lobt Philippe Jaccottets hervorragende Auswahl Westschweizer Lyrik „Die Lyrik der Romandie“ (Nagel & Kimche).