Die Lebenserinnerungen von Rochus Misch (90) mit dem Titel „Der letzte Zeuge“ (Pendo) , des letzten Überlebenden aus dem „Führerbunker“, erzeugen offensichtlich ein erstes Medienecho.
Die „Bild Zeitung“ hat bereits heute mit einer fünfteiligen Abdruckserie den Auftakt gemacht. Die „Bild am Sonntag“ bringt ergänzend in der kommenden Ausgabe ein Porträt des ehemaligen Leibwächters und Telefonisten Hitlers. Das ZDF hat sich für seine Sendung „aspekte“ das bisher einzige Interview mit Misch gesichert. Dieses soll am kommenden Freitag ausgestrahlt werden.
Der jüdische Schriftsteller Ralph Giordano bewertet in einem umfangreichen Vorwort die Ausführungen Mischs und ordnet sie historisch ein. Er beschreibt darin seine anfängliche Skepsis, verdeutlicht aber auch, dass er letztlich vom Wert des Textes überzeugt ist und sogar Verständnis für das Handeln Mischs aufbringen kann: „Wenn ich also Rochus Misch begegnen sollte – ich würde ihm ohne Zögern die Hand geben.“