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Thema Raubkunst brandaktuell im Flechtheim/Grosz-Buch von Ralph Jentsch bei Weidle

Nicht erst, seit sich unlängst „Kontraste“ mit Raubkunst befaßte, ist das Thema verstärkt ins Bewußtsein zurückgerufen worden. Jetzt gibt es auch ein Buch dazu:

Der langjährige Nachlaßverwalter von George Grosz, Ralph Jentsch, hat recherchiert und aufgeschrieben, wie „Alfred Flechtheim und George Grosz“ (Weidle Verlag) nach 1933 (und auch nach dem Krieg) mitgespielt wurde. Es ist eine Geschichte von Betrug, Raub, Geldwäsche und kaltschnäuziger „Wiedergutmachung“ nach dem Krieg – inszeniert natürlich von den ehemaligen Tätern.

Passend dazu heute eine Geschichte in der „Welt“: Vor ein paar Tagen wurde im Berliner Auktionshaus Villa Grisebach das Gemälde „Kellerassel“ (1931) von George Grosz versteigert, ein Gemälde, das 1938 mit weiteren 66 Grosz-Arbeiten – darunter mehrere bedeutende Ölgemälde – für insgesamt 356 (!!!) Gulden versteigert wurde. Für dieses „Kleingeld“ wurden damals wieder „legale“ Bilder aus gestohlener Ware.

Uta Baier in der „Welt“: „Jentsch aber hält jede Versteigerung eines Grosz-Bildes aus der Amsterdamer Auktion für unmoralisch. Er erwartet, dass alle Auktionshäuser handeln wie das Londoner Auktionshaus Sotheby’s, das Grosz‘ „Stillleben mit Pfeife und Okarina’ nach erfolgreicher Einigung der Parteien demnächst an den Nachlass zurückgeben wird.“

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