Kein Wunder, dass zum 100. Geburtstag des Rowohlt-Verlages der Blick in die Vergangenheit etwas intensiver ausfällt. So beschäftigen sich heute die Feuilletons mit der Vergangenheit von Verlagsgründer Ernst Rowohlt. Laut Spiegel soll er mehr in die Kriegsmaschinerie der Nationalsozialisten verstrickt gewesen sein als bisher bekannt.
Demnach soll er der SS Geld gespendet haben, begeistert Offizier der Wehrmacht geworden sein und an antisemitischen Propagandafeldzügen im Nahen Osten und dem Kaukasus teilgenommen haben.
In einer ersten Stellungnahme gibt Rowohlt-Chef Alexander Fest zu Protokoll, Rowohlt habe in der Nazi-Zeit „laviert“, um den Verlag zu retten. Andererseits habe sich Rowohlt auch nicht von den Nazis vereinnahmen lassen und zu seinen jüdischen Mitarbeitern gestanden, so Fest.
Rowohlt habe den Anlass des 100. Geburtstag nicht genutzt, die beschämenden Seiten seiner Vergangenheit nicht aufzuarbeiten, schreibt