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Philipp Freiherr von Boeselager

Philipp Freiherr von Boeselager, der letzte Zeuge des 20. Juli 1944, ist in der Nacht zum Donnerstag in seinem Heimatort Kreuzberg, Gemeinde Altenahr, im Alter von 90 Jahren gestorben.

Boeselager hatte in Vorbereitung des Attentats auf Hitler den Auftrag, den Sprengstoff zu beschaffen und zu übergeben. Außerdem oblag ihm die unglaubliche Aufgabe, 1200 Soldaten von den Kämpfen an der Ostfront heimlich abzuziehen und in einem dramatischen Gewaltritt zu einem Flughafen bei Brest/Polen zu geleiten. Von hier aus sollte er mit der Truppe nach Berlin fliegen, um nach geglücktem Attentat den Umsturz militärisch abzusichern.

Noch am Tag zuvor hatte der letzte noch lebende Widerstandskämpfer aus dem Kreis um Carl Schenk Graf von Stauffenberg und Henning von Tresckow gegenüber seinem Verleger Friedrich-Karl Sandmann die endgültige Fassung seiner Biografie gelesen und zum Druck freigegeben. In einem Fernsehinterview, das ebenfalls am Tag vor seinem Tod aufgezeichnet wurde, äußerte Philipp von Boeselager die Hoffnung, mit seinem Buch dem Andenken seiner Freunde und Mitstreiter aus dem Widerstand gerecht zu werden.

Seine Erinnerungen„Der letzte Zeuge des 20. Juli 1944“, aufgeschrieben von Hans Sarkowicz und Dorothee von Meding, erscheinen am 21. Mai im Zabert Sandmann Verlag.

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