
Lohnt es sich, eine Firmenwerbeschrift gesondert vorzustellen? Es lohnt sich – wenn sie so professionell gemacht ist wie „Zwanzig“ von Groothuis, Lohfert, Consorten, der Gesellschaft für Formfindung und Sinneswandel mbH in Hamburg. Dem hohen Anspruch des Firmennamens wird „Zwanzig“ durchaus gerecht.
Nicht mit irgendwelchen Inhalten, sondern einfach mit Aufblättern von Beispielen aus der eigenen Arbeit des letzten Jahres. „Zwanzig 7“, kürzlich erschienen, ist dem Agenturjahrgang 2007 gewidmet und stellt eine Auswahl aus 300 Projekten von 60 Kunden vor.
Darunter sind Gesamtausstattungen wie der erste Auftritt von Gottfried Honnefelders Berlin University Press – der „substantiellsten Neugründung des Jahres in Deutschland“ (Süddeutsche Zeitung), Relaunches wie „Der bunte Hund“ aus dem Hause Beltz, Neuauftritte wie die von Moewig als Tochter der Edel AG mit der Herbstvorschau 2008 und eine Jubiläumskampagne im Buchhandel zum Thema „125 Jahre Ravensburg“.
Auch die Festschrift „125 Buchzentrum AG in der Schweiz“, die Ausstattung der „Wahrig-Familie“ bei Bertelsmann, die Gestaltung des „Azubi-Forums“ auf der Buchmesse durch Random House, Anzeigen der Druckereien Clausen & Bosse und Ebner & Spiegel mit Gratulationen für erfolgreiche dort gedruckte Erfolgstitel, der kommunikative Auftritt der Leipziger Buchmesse und viele andere branchenbekannte Projekte und Kampagnen kommen aus der Hamburger Agentur.
Für Buchhändler bietet die 72-Seitenschrift ein „Déja-vu-Erlebnis“ nach dem anderen: ach, das ist auch von Groothuis? Zu den Branchenbeispielen gesellen sich Kunden wie Triumph-Adler (Marktführer im Document Business), die Wiener PEF Personalentwicklungs- und FörderungsgmbH, die Kreuzschiff-Reederei Peter Deilmann, die feine Hamburger Warburg Bank und die Hamburger Körber-Stiftung mit ihrem „Kehrwieder – Forum“ und ihrer eigenen Edition, um nur einige zu nennen.
Das Konzept der Werbeschrift „Zwanzig“ ist so einfach wie überzeugend. Indem die Agenturkunden und die für sie gestalteten Produkte vorgestellt und freundlich gelobt werden, präsentiert sich auch die Agentur selbst. Textlich witzig, immer mit persönlichem Bezug zum Kunden, typographisch stets von erstem Rang: zweifellos gehört Rainer Groothuis mit seinem Team zu den Wenigen, die – nicht nur in unserer Branche und nicht nur ästhetisch – den Ton angeben. Und auf die Veränderungsprozesse der Gesellschaft einwirken wollen. Und das mit Erfolg tun.
„Rückblick, Ausblick, Ansichten, Einsichten“. Dieser Slogan springt einem vom Rücken der Firmenbroschüre entgegen, wenn man sie zuklappt. Tatsächlich, wer „Zwanzig 7“ durchsieht, hat Rückblick und Ausblick genossen und Ansichten, Einsichten gewonnen. „Herzlich willkommen“. So beendet Groothuis sein Nachwort. Man darf sich auf „Zwanzig 8“ freuen.
Wolfgang Ehrhardt Heinold







