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Hauptversammlung edel AG: Wir wollen auch als Allround-Dienstleister weiter wachsen / Buchgeschäft soll „substantielles“ Standbein werden

Michael Haentjes, Vorstandsvorsitzender der edel AG, die heute ihre Hauptversammlung (s. Foto, 1. v. l.) hat, sieht sein unabhängiges Entertainment-Unternehmen

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hervorragend ausgestattet und sich deshalb „mehr denn je als Ansprechpartner Nummer Eins für alle Künstler, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit den multinationalen Musikkonzernen zusammenarbeiten möchten oder dürfen.“

Mit diesen Worten reagierte der Vorstandsvorsitzende und Gründer der edel AG in Hamburg heute auf die teilweise dramatischen Veränderungen auf dem weltweiten Tonträgermarkt: „Wir sehen diese Entwicklung einerseits mit Bedauern, aber die Position der edel AG als unabhängiges Musikunternehmen wird dadurch nachhaltig gestärkt. Wir sind jetzt das mit Abstand umsatzstärkste – vielleicht auch ertragsstärkste – unabhängige europäischeUnternehmen der Entertainment-Branche.“

Anlässlich der Hauptversammlung wies Haentjes auch darauf hin, dass sich die edel AG als Wirtschaftsunternehmen zwar bei der Auswahl ihrer Inhalte primär an ökonomischen Erfolgsfaktoren orientiere, es spielten jedoch bei einem so emotional belegten Thema wie Unterhaltung immer auch künstlerische Werte, die Begeisterung und das sogenannte Bauchgefühl eine wichtige Rolle. Haentjes: „Das Geschäftsmodell und die Struktur garantieren dem Unternehmen eine stilistische Vielfalt, die alle inhaltlichen Genres abdeckt. Schwerpunkte resultieren aus rein markt- und unternehmensbezogenen Erwägungen und nicht aus persönlichen Vorlieben oder Überzeugungen.“

Die edel AG setze im Contentbereich auf eine „risikooptimierte Strategie“ und betreibe erfolgreich die Vermarktung etablierter Künstler. 2007 habe es aber eine Ausnahme gegeben. Zunächst im Vertrieb, später auch auf der Lizenzseite konnte das Unternehmen das Label pop’n’roll des Produzenten Christian Geller exklusiv an sich binden. Die Erfolgsband dieses Labels „beFour“ übertraf mit ihrem Debütalbum 2007 mit über 200.000 verkauften Einheiten den Platinstatus, dessen Nachfolger bekam noch vor Jahresende Gold.

Der Vorstandsvorsitzende: „pop’n’roll, KooperationspartnerSuper RTL und edel haben bei diesem Projekt gezeigt, wie man mit dem richtigen Gespür für den Markt auch gegen alle Trends hohe Umsätze erreicht.“

Die Geschäftsbereiche motion & entertainment und edel distribution hatten 2007 mit Otto Waalkes und dessen Otto-Show den Platz zwei der DVD-Charts und erreichten die Goldmarke. Der edel-Vertrieb feierte den 22. Top-Ten-Erfolg von edel-Urgestein Scooter, andererseits erhielt man einen Jazz-Award und erreichte den dritten Platz unter den deutschen Jazzvertrieben.

Weitere Akquisitionen, Beteiligungen und Kooperationen sind übrigens zu erwarten – vor allem, weil man das Buchverlagsgeschäft zu einem „substanziellen Standbein“ des Konzerns ausbauen will. Das jedenfalls bestätigte Michael Haentjes heute noch einmal bei der Hauptversammlung: Mit dem Erwerb des Moewig-Verlags habe man bereits eine gute Grundlage für den Aufbau dieses neuen Geschäftsbereichs gesetzt. Auf der Suche nach weiteren geeigneten Verlagen gebe es bereits zahlreiche Verhandlungen.

Haentjes: „Unsere Ziele sind Akquisitionen, Beteiligungen oder Kooperationen. Wir sind zudem dabei, das Verlagsprogramm mit eigenen Buchproduktionen weiter auszubauen. Hierzu gehören neben den bereits etablierten Marken edelkids und earBOOKs künftig insbesondere auch der Entertainment- und Musikbereich sowie Kooperationen mit Medienpartnern, wie z.B. Fernsehsendern.“

Das Team “ delkids“ wird dazu in Zukunft auch Kinderbücher kreieren und vermarkten. Haentjes: „Alle unsere operativen Gesellschaften sind angehalten, derartige Möglichkeiten aufzuspüren und Rechte zu sichern: Künstlerbiographien, earBOOKs für Kinder und über unsere Künstler, Bücher zu Spielfilmen, die bei uns auf DVD erscheinen, Fotobände – es gibt eine Vielzahl vonMöglichkeiten zur Erweiterung unseres Produkt- und Serviceportfolios.“

Als Dienstleister sieht sich edel im Tonträgermarkt schon als erste Adresse – ähnlich möchte Haentjes das Unternehmen auch in der Buchbranche positionieren: „Als Partner für Verlage bereiten wir uns auf neue Aufgaben vor. Wir werden drucken, vertreiben, ausliefern.“

Die edel-Tochter optimal media production GmbH hat dazu ihre Position als “ einer der größten und wichtigsten Hersteller“ von Datenträgern in Europa weiter festigen können. Am Standort in Röbel a.d. Müritz wird derzeit mit hohem Investitionsaufwand ein neues Produktions- und Mediencenter speziell für den Verlagsbereich fertig gestellt. Die eigene Verlagsauslieferung sei bereits dabei, den Buchhandel mit Produkten zu beliefern, ab Sommer sollen hier die ersten Bücher gedruckt werden. Haentjes: „Doch darauf wollen wir uns nicht ausruhen. optimal wird in naher Zukunft diese Dienstleistung auch Dritten zur Verfügung stellen. Das ist ein weiterer großer Schritt in Richtung Allround-Mediendienstleister.“

Das Röbeler Konzernunternehmen optimal strebt zunehmend an, externe Druckaufträge zu akquirieren und abzuwickeln. „Es gilt weiterhin das Erkennen von Produkt- und Dienstleistungschancen und das konsequente Nutzen von Synergien. Dieses Modell begründet unserenUnternehmenserfolg“, so Haentjes. Die SAP integrierte IT-Lösung, die für die optimalen Abläufe im Buchgeschäft sorgt, wurde kürzlich fertig gestellt. edel sei damit in jeder Hinsicht ein vollwertiger Buchverlag und Verlagsauslieferer. Die Tochtergesellschaft optimal media production wird mit demBereich OVA (optimal Verlagsauslieferung) den Buchhandel von Röbel/Müritz ausbeliefern. Haentjes: „Hier ist ein schlagkräftiges Setup geschaffen worden. Wir sorgen damit für eine weitere, deutliche Steigerung unserer Effektivität.“

Zum Verlauf des Geschäfts im ersten Quartal versicherte der Vorstandsvorsitzende, dass die edel AG im Vergleich mit der direkten Konkurrenz hervorragend aufgestellt sei. Es gebe ein stabiles Fundament aus Bilanz sowie umsatz- und ertragsseitigen Voraussetzungen, die edel in den Märkten sehr stark positioniere und eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung sei. „Die edel AG ist mit dem Geschäftsverlauf im ersten Quartal zufrieden. Umsatz wie Ertrag liegen innerhalb unserer Planungen“, erklärte Haentjes. Die Aktionäre der edel AG erhalten als Dividende 10 Cent pro Aktie ausgezahlt.

Foto: Vorstandsvorsitzender Michael Haentjes im
Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der edel AG, Walter Lichte (v.l.).

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