Hamburg hat 2002 den Anfang gemacht, Düsseldorf und Köln sind mittlerweile jedes Jahr dabei und lesen „ihr Buch“. Und jetzt hat der norddeutsche Landesverband des BörsenvereinsNeumünster und Rostock zu einem Wettbewerb um das beste Konzept aufgefordert und unterstützt die Gewinner Neumünster und Rostock mit jeweils 7.500 Euro.
Neumünster liest an Originalschauplätzen aus „Wilde Wiesen“, der „Autogeographie“ des gebürtigen Neumünsteraners Ulf Ziegler. Rostock liest den ersten Teil von Walter Kempowskis „Deutscher Chronik“.
In den nächsten Jahren wird der Landesverband die Aktion erneut ausschreiben. Geschäftsführer Michael Menard definiert das Ziel: „Ein Buch wird zum Stadtgespräch, aus dem alle lesen oder vorgelesen bekommen – in der Zeitung, in Bus und Bahn, in Wartezimmern, Behörden, Schulen, beim Sport, in Bars oder wo auch immer. Ein Thema verbindet alle.“
Und er teilt mit: „Dieses Mal haben sich 30 Prozent der Städte Schleswig-Holsteins und 20 Prozent der in Mecklenburg-Vorpommern an der Ausschreibung beteiligt. Einige erwägen, sich nicht erst 2009 wieder zu bewerben, sondern die geplante Aktion auch ohne Förderung durch den Börsenverein zu starten. Dessen Anschubfinanzierung soll genau das bewirken: Städte sehen, dass sie mit dieser Aktion nicht nur für das Lesen, sondern auch bei ihren Einwohnern für sich werben und führen die Aktion in Eigeninitiative durch.“