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Zoff um Turiner Buchmesse

Zum des 60. Geburtstags des Staates Israel haben die Veranstalter der Turiner Buchmesse israelische Schriftsteller eingeladen. Dagegen protestieren nun Autoren aus der arabischen Welt. Der Gelehrte Tariq Ramadan ruft zum Boykott auf. Er sieht die Zeit als 60-jährige Unterdrückung der Palästinenser. Er wolle mit israelischen Schriftstellern nicht streiten oder debattieren, berichtet die WELT. Die „Ehreneinladung“ Israels zu der Buchmesse solle einfach nur rückgängig gemacht werden, weil es unanständig sei, „einen Staat zu feiern, dessen Regierung die Menschenrechte nicht im geringsten respektiert und täglich das palästinensische Volk erniedrigt“.

Arabische Kritiker hielten ihm danach zwar entgegen, dass man „die Politik eines Staates nicht gleichsetzen kann mit der Leistung der Schriftsteller des gleichen Landes“. Die Turiner Zeitung „La Stampa“ konnte es sich dennoch nicht verkneifen, gleich von einer bedrohlichen „Fatwa Ramadans“ zu reden. Der verwahrt sich in seinem Blog nun weiterhin vehement gegen alle Vorwürfe.

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