Hans Magnus Enzensberger hat eine vorgedruckte Karte, mit der er fast jeden

Dr. Sparr (l.) begrüßt Autor und Gäste im Rittersaal
von Schloss Broich in Mülheim/R.
Wunsch nach einer öffentlichen Lesung höflich, aber bestimmt ablehnt: „Leider bin ich an diesem Tag terminlich bereits gebunden.“
Für „seine“ Buchhändler aber macht er derzeit eine Ausnahme: Um die 100 Buchhändler aus NRW (Selbst Enzensberger war beeindruckt: „So viele Buchhändler habe ich noch nie in einem Raum zusammen gesehen“) waren einer Einladung des Suhrkamp Verlages

„Wie werden Buchhändler mit dem Druck
fertig, den sie haben?“
in den Rittersaal von Schloss Broich (Mülheim) gefolgt, um zu hören, was der Autor über sein neues Buch „Hammerstein oder Der Eigensinn“ zu erzählen hat (Zwei weitere solcher Buchhändlerabende wird es noch geben).
Bevor er aber die Entstehungsgeschichte seines dokumentarischen Romans vor dem Hintergrund der Weimarer Republik ansprach, machte er deutlich, dass ihm auch der Druck klar sei, unter dem seine Gäste aus dem Buchhandel immer wieder stünden, sowohl ökonomisch, als auch bei der Auswahl der Bücher, für die sie sich einsetzen sollen. „Selbst der kleinste Verlag“ reklamiere ja für sich seine Novitäten

als „Spitzentitel“.
Enzensberger kokettierte etwas damit, dass er froh darüber sei, dass so viele Sortimenter auch ihn in diesem Konzert der Bewerber um die Sellerlisten hören wollten.
Das liegt natürlich am schon fast legendären Autor. Und am Thema: Der stellvertretende verlegerische Leiter Dr. Thomas Sparr machte deutlich, dass der Weg dahin nicht mehr weit sei, wenn seine Botschaft gehört werde: „Wir drucken bereits die zweite Auflage, seien Sie also klug und bestellen Sie fleißig weiter“.
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