Die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn eigentlich steckt hinter dem Bericht im Handelsblatt zuerst eine schlechte Nachricht: Die bisherigen Konjunkturstützen dürften 2008 schwächeln, heißt es da. „Die Unternehmen werden ihre Exporte längst nicht mehr so kräftig steigern und die Investitionen so stark nach oben fahren wie 2006 und 2007.“
Dazu hatte bereits Wirtschaftsminister Michael Glos in der ZEIT beigetragen, indem er sagte: „Wir werden unsere Wachstumsschätzung für 2008 etwas zurücknehmen müssen“, so der CSU-Politiker. Bereits Ende Oktober hatte die Regierung ihre Vorhersage offiziell von 2,4 auf 2,0 Prozent reduziert.
Mit der weiteren Herabstufung schloss sich Glos laut Handelsblatt mehreren führenden Wirtschaftsinstituten an, die ihre Prognose für 2008 kurz vor Weihnachten gedrückt hatten. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwarten nur noch ein Plus von 1,7 Prozent. Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) reduzierte seine Vorhersage sogar auf 1,4 Prozent. Probleme bereiten den Exporteuren im kommenden Jahr eine schwache US-Wirtschaft, der schwache Dollar und der hohe Ölpreis.
Die Hoffnung laut Handelsblatt: „Die Chancen, dass die Konsumenten dafür in die Bresche springen, stehen nicht schlecht. ‚Wenn nicht jetzt, wann dann‘, fragen sich viele Experten angesichts der guten Rahmenbedingungen.“ Doch zwingende Mechanismen gibt es nicht. Nur gute Vorzeichen.
Sie lauten:
„Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Prognosen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) nochmals um eine halbe Million sinken, die Zahl der Beschäftigten erstmals im Jahresschnitt über 40 Millionen liegen.
Nach fünf Jahren winken den Arbeitnehmern auch wieder reale Einkommenszuwächse. ‚Wir werden nächstes Jahr keine Lohnzurückhaltung mehr sehen‘, erwartet IfW-Chefvolkswirt Joachim Scheide. Die IG Metall fordert für die Stahlbranche acht Prozent mehr Lohn, ebenso Verdi für den Öffentlichen Dienst. Die Chemie-Gewerkschaft will bis zu sieben Prozent.
Mehr Netto bringen auch niedrigere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung: Der Beitragssatz sinkt ab Januar von 4,2 auf 3,3 Prozent.“
Das heißt für das Portmonee laut Handelsblatt: „Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ausgerechnet, dass die Bundesbürger 2008 im Schnitt 700 Euro mehr zum Leben haben werden.“