Mit seinem Angriff auf die »Achtundsechziger« hat Bild-Chefredakteur Kai Diekmann offenbar ins Schwarze getroffen. Sofort nach Erscheinen stieg sein Buch »Der große Selbstbetrug. Wie wir um unsere Zukunft gebracht werden« in die Spiegel-Bestsellerliste ein und wird auch in der kommenden Woche unter den Top-20 der Sachbücher zu finden sein.
Das ganze sichtlich nicht ohne Grund, denn derzeit steitet sich die Nation darüber, ob die Achtundsechziger an allem schuld sind, wie die »Süddeutsche Zeitung« süffisant fraht? Oder war doch nicht alles schlecht, wie der »Spiegel« feststellt?
Ob »links« oder »rechts« – wenige Monate vor dem 40-jährigen Jubiläum der 68-Bewegung äußern sich alle Medien zu Diekmanns Thesen: »Eine polemische Abrechnung mit dem Erbe der 68er« (Süddeutsche Zeitung), »wütenden Philippika auf die Gedankenfaulen und Verblendeten« (DeutschlandRadioKultur), »kämpferische Thesen gegen das linke Gutmenschentum« (focus.de), »Ein saftiges, kräftiges Stück Politliteratur, voller Grotesken, Sketche und Komik über die 68er und ihre Folgen.« (Die Welt), »köstliche Passagen, mutige Fragen« (Passauer Neue Presse).