Wie die Südddeutsche Zeitung heute berichtet, ist gestern das Verfahren gegen den Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, Werner Weidenfeld, eingestellt worden. Er war angezeigt worden, 2004 Spesen in vierstelliger Höhe nicht korrekt abgerechnet zu haben.
Die Einstellung erfolgte allerdings gegen eine Auflage von 10000 Euro, die Weidenfeld an zwei gemeinnützigen Organisationen zahlen mußte. Unklar ist trotzdem, ob Weidenfeld weiterhin Vorstand bleibe. Inzwischen machen Gerüchte die Runde, das sich die Knzernspitze von weidenfeld trennen wolle. „Das Verhähltnis zwischen der Führung und Weidenfeld sei zerrüttet“, zitiert die Süddeutsche Aussagen aus der Stiftung.
Derweil steht die Bertelsmann-Stiftung weiter unter Druck. Am letzten Wochenende wiederholten Attac und ver.di in Frankfurt ihre Vorwürfe, die Stiftung sei eine Schattenkabinett. ver.di wirft ihr vor, die Stiftung hätte der zum Bertelsmann-Unternehmen gehörenden Arvato Geschäfte vermittelt, indem sie sich in Großbritannien dafür eingesetzt habe, dass öffentliche Aufgaben privatisiert worden seien. Zu den Vorwürfen passt, dass Weidenfeld ebenfalls das Münchener Centrum für angewandte Politikforschung leitet, das zahlreiche Aufträge von der Stiftung erhält.
Obwohl Bertelsmann dazu keine Stellung bezieht, ist jetzt bekannt geworden, das für kommende Woche ein Gespräch zwischen ver.di und der Stiftung anberaumt seien.






