

Die Hasengasse 4 in Frankfurt ist eine gute Adresse: Hier öffnete am 20. September die Stadtbücherei ihre Türen für die Leser. Die Zentralbibliothek mit Musikbibliothek bietet auf drei Etagen etwa 230.000 Medieneinheiten, 74 Prozent davon sind Bücher, 12 Prozent Audio/Video, 4 Prozent Zeitschriften und 9 Prozent Noten.
„Wir haben jetzt für unsere Leser 100 Arbeitsplätze, davon 52 Internet-Arbeitsplätze und fünf W-LAN Access Points, also gute Möglichkeiten für das Studium in der Bibliothek“, freut sich Sabine Homilius, die Leiterin des Hauses und Chefin von insgesamt 40 MitarbeiterInnen. Mit Hilfe der neuen RFID-Technik können die Leser selbst ihre Ausleihe am Monitor vornehmen.
Ein unübersehbarer roter Leseturm im zentralen Blickfeld verbindet die drei Etagen über Fahrstühle miteinander. Gleichzeitig befinden sich Sitzrondelle im Turm zum Ausruhen, Schmökern, Blättern.
Für Jugendliche ab 16 Jahren gibt es Freestyle, ein Medienmix aus insgesamt 2000 Büchern, Comics, PC-Spielen und DVDs.
Im Haus ist außerdem die Bibliothek des Frauenreferats der Stadt Frankfurt zu finden; das Tony-Sender-Kabinett.
Der Umzug der Stadtbücherei aus dem Gebäude auf der Frankfurter Zeil in die Hasengasse hat nicht nur den Vorteil schönerer und hellerer Räume, sondern auch den einer Mieteinsparung: kostet in der Hasengasse die Miete doch nur noch fast die Hälfte. Allerdings schlagen die Umbaukosten zunächst mit 25 Millionen €, die der Investor DIC trägt, zu Buche. Der Umbau dauerte zehn Monate. Bis zum Ende des Jahres wird auch das Lesecafé fertig sein.
Zur Eröffnung der Zentralbibliothek las Roger Willemsen. Er ermunterte die Zuhörer, neugierig und auf literarischer Suche zu bleiben nach dem schönsten Satz für das eigene Leben. Anschließend drängten sich die Besucher um den Tisch, an dem der Autor Bücher signierte.
Zur Eröffnung des neuen Hauses gab es allerlei Geschenke, darunter ein Bücherpaket der S. Fischer Verlage.
JF