
In das Projekt hat Campus-Verleger Thomas Schwoerer (Bild) wohl tief in die Tasche gegriffen. Bei Campus sind jetzt die Memoiren von Allan Greenspan zeitgleich zur USA-Ausgabe unter dem Titel Mein Leben für die Wirtschaft. Die Autobiografie erschienen.
Mit peanuts hat sich Greenspan dafür nicht zufrieden gegeben, wie bereits zu hören war. Nun entwickelt sich das ganze zu einem Coup für Schwoerer. Denn die Medien stürzen sich nur so darauf, kann jetzt der Verleger zeigen.
In den Händen hält das heute in der gedruckten Ausgabe des stern erschienene, achtseitige Interview mit Alan Greenspan „In der Badewanne hatte ich viele gute Ideen“. Das gibt es leider nicht online.
Für die deutsche Presse gab es nur zwei Interviewtermine mit dem Ex-Notenbank-Chef. Die wurden an den stern und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vergeben. Am Sonntag wird die FAZ Sonntagszeitung mit ihrem Interview also nachlegen.
In den USA haben die Memoiren von Allan Greenspan einen fast ungeahnten Hype ausgelöst, in Deutschland haben bereits am Wochenende die Wirtschaftsseiten unisono berichtet. Greenspan versteht eben auch etwas von Vermarktung. Denn mit seiner Prise Bush-Kritik und kleinen Enthüllungen hat er die Leser und Redakteure auf seine Seite gebracht.
Nun blickt Schwoerer nicht nur auf einen gut gefüllten Blätterwald:
Greenspan geht mit Bush hart ins Gericht heißt es bei der
FAZ 17.09.2007 bereits vorab, Der ‚Harry Potter‘ der Wirtschaftsbücher titelte die Die Welt, 18.09.2007, Greenspan auf allen Kanälen überschrieb das Handelsblatt am 18.09.2007 und Die späte Reue des Orakles stand im Spiegel, http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,506306,00.html.
Hinzu kommen Fernsehberichte auf ARD und ZDF in Prime-Time-Sendungen.
Von der ersten Buchvorstellung in den USA gibt es auf stern.de sogar ein Video.
Link(http://www.stern.de/video/598134.html?q=greenspan)