Die Literaturkritikerin Sigrid Löffler hat massive Kritik an der Besetzung der Jury des Deutschen Buchpreises geübt. „Autoren sind geradezu klassisch befangen und sollten überhaupt nicht als Juroren über die Werke von Kollegen, also Konkurrenten, befinden», sagte die 65-Jährige in der Zeitschrift Vanity Fair. Und sprach gleich pro domo: „Man sollte das Jurieren den Literaturkritikern überlassen.»
Die Jury des Deutschen Buchpreises, der am 8. Oktober verliehen wird, setzt sich aus zwei Schriftstellern, einem Buchhändler und vier Kritikern zusammen.
Löffler kritisierte laut dem Nachrichtendienst ddp auch, dass der Büchner-Preisträger Martin Mosebach auf der Liste der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis stehe. „In meiner Sicht schließen sich Büchner-Preis und Buchpreis gleichzeitig aus. Ein weiterer Beleg für eine weder funktionstüchtige noch urteilssichere Jury.“