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Manfred Keiper will Interessensgemeinschaft literarisch engagierter Buchhandlungen gründen

Der Rostocker Buchhändler Manfred Keiper (andere buchhandlung www.anderebuchhandlung.de) hat die Initiative zur Gründung einer Interessensgemeinschaft literarisch engagierter Buchhandlungen ergriffen.

„Mit Hilfe mehrerer Praktikantinnen, Kollegen aus Verlagen und Autoren habe ich in den letzten Monaten ca. 250 Adressen von Buchhandlungen zusammengetragen, die ich als ‚literarisch engagiert’ in die entsprechende Schublade packen konnte…“, schreibt er in einem Rundmail.

„Mit dieser IG erhebe ich auch nicht den Anspruch, das Ei des Kolumbus neu zu entdecken. In Großbritannien gibt es eine sehr interessante Marketinggemeinschaft von Independent-Verlagen mit Independent-Buchhandlungen, und auch bei uns gibt es einige Nischenzusammenschlüsse, z.B. die unabhängiger juristischer Fachbuchhandlungen oder die der Schwulenbuchhandlungen.

Das Gemeinsame dieses Kreises literarisch engagierter Buchhandlungen dürfte darin bestehen, dass
· sich die Zielgruppen, unsere Kundschaft an unseren Standorten ähneln,
· sich damit auch unsere Sortimente ähneln oder über weite Strecken überschneiden,
· wir deshalb weitgehend mit denselben Verlagen zu tun haben oder zu tun haben sollten,
· deshalb vermutlich viele AutorInnen mehr unserer eigenen Kollegen kennen als wir selbst,
· und auch manche Aktivitäten unserer Buchhandlungen sich ähneln oder – neudeutsch ausgedrückt – kompatibel sind. Wir sind halt eben in der Nische.

Was eine solche Interessensgemeinschaft leistet, hängt davon ab, was die Interessenten wollen und gebrauchen können, einen Katalog der möglichen Projekte und Tätigkeitsfelder muß aus dieser Gemeinschaft heraus entwickelt werden, aber einen Katalog der Möglichkeiten gibt es schon.

Dieser Katalog reicht vom gemeinsamen Internetportal, in das jeder Rezensionen, Tipps etc. eingeben kann, und andererseits für Newsletter, eigene Website, Kataloge etc. alles herunterladen kann, gemeinsame Organisation von Lesereisen, Marketingkampagnen bis hin zum Personalaustausch, der Organisation von Nachfolgeregelungen. Dazwischen gibt es natürlich sehr viele Möglichkeiten.“

Einen ersten Katalog der Möglichkeiten findet man seit Sonntag auf dem Internetportal www.bluetenleser.de von Joachim Leser.

Keiper über die ersten Schritte: „Entscheidende Voraussetzung dafür ist eine einfach zu handhabende Kommunikationsplattform, für die es im Web ausreichend Möglichkeiten gibt, mit unterschiedlichen Zugangsberechtigungen für die Allgemeinheit, die Mitglieder, die Verlage. Ein Portal, in dem Titelvorschläge eingestellt, zur Abstimmung, Kommentierung u.a.m. gestellt werden können, ohne dass aufwendige Treffen organisiert werden müssen.“ Die Website soll kurz vo der Frankfurter Buchmesse freigeschaltet werden. Ein erstes Treffen der IG Literatur, aus dem vielleicht eine Gründungsversammlung werden könnte, ist für die Leipziger Buchmesse 2008 vorgesehen.

Weitere Infos und Anregungen: keiper@anderebuchhandlung.de

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