Das war zu erwarten – und an solche Meldungen werden wir uns gewöhnen müssen:
Nachdem der Schweizer Bundesrat am 2. Mai die Ausnahmeregelung zum Kartellgesetz in Sachen Buchpreisbindung gekippt hat [mehr…], setzt unter den verschiedenen Marktteilnehmern nun der Preiskrieg ein. Weltbild war der erste Konzern, der (in Deutschland) den Fall der Preisbindung bedauerte [mehr…], Weltbild in Olten war das erste Unternehmen, das mit einem Preisvorteil von 30 Prozent nur Stunden nach der Bekanntgabe durch den Bundesrat lockte. [mehr…].
Jetzt zieht Orell Füssli nach: „Weitere Mitbewerber haben ebenfalls Preissenkungen entweder bereits angekündigt oder werden dies in Kürze tun. Über den allfälligen Einstieg von Grossverteilern in den Bestsellermarkt ist noch keine verlässliche Information vorhanden, aber diese Möglichkeit müssen wir ebenfalls in Betracht ziehen.
Die angesprochenen Preisanpassungen der Mitbewerber verlangen von uns eine angemessene Reaktion. Wir werden ab 11. Mai 07 in begrenztem Umfang Preisaktionen im Bestsellerbereich und weiteren ausgewählten Titeln unter dem Label ‚best price by orell füssli’ fahren“, heißt es in einer Presseerklärung des Unternehmens.
„Orell Füssli wird die Preisangebote in einem kontrollierten, begrenzten Umfang halten. Wir haben nicht vor, uns als Buch-Discounter zu positionieren … Daraus folgte, dass das Gros unseres Angebotes preislich auf dem heutigen Niveau verbleiben oder tendenziell sogar leicht angehoben wird.“
„Thalia wird weiterhin breite und tiefe Sortimente mit Serviceleistungen auf höchstem Niveau anbieten. Kurzfristige und überhastete Preisangebote sind von uns nicht zu
erwarten“, wird Hanspeter Büchler, CEO von Thalia Bücher, im „Schweizer Buchhandel“ zitiert. „Dies wäre nicht im Sinne der Kunden, denn die Rabatte auf Bestseller müssten bei anderen Büchern wieder eingerechnet werden.“
Carlo Bernasconi „Schweizer Buchhandel“