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DREI FRAGEN AN Hermann-Arndt Riethmüller zu seinem Offenen Brief

Hermann-Arndt Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung) hat heute mit einem

Hermann-Arndt Riethmüller:
Wir haben wichtigere
Fragen zu lösen

offenen Brief in die Vorgänge im Börsenverein eingegriffen [mehr…].

Warum?

Hermann-Arndt Riethmüller: Weil wir uns wieder auf die Basics unserer Verbandsarbeit konzentrieren müssen. Uns als Mitgliedern gehört letztlich sowohl die MVB als auch die BAG. Es ist doch irrsinnig, dass wir als Eigentümer beider Institutionen mit unseren Mitgliedsbeiträgen und den Preisen für die von uns genutzten Dienstleistungen teure Juristen bezahlen, die die linke Hand beraten, wie teuer die rechte ist und umgekehrt.

Nur wird diese Eigentumsfrage manchmal angesichts der undurchsichtigen Rechtskontruktion nicht so ganz deutlich.

Ja, die ist nicht in allen Fällen nachvollziehbar. Aber dass es so ist, zeigt sich auch daran, dass zwei Aufsichtsratsmitglieder der BAG bis vor ein paar Tagen gleichzeitig dem Börsenvereinsvorstand angehört haben – das wäre doch nicht möglich, wenn es sich um konkurrierende Firmen handeln würde. Deswegen schlage ich auch vor, den vorliegenden Vertrag mit der MVB anzunehmen. Hier sind noch jede Menge Synergien möglich. Und jeder Zwist untereinander ist nur Zeit-und Geldverschwendung.

Sie kennen sich sichtlich gut aus, das gilt nicht für jedes Mitglied.

Deswegen, weil wir seit Jahrzehnten Mitglied im Börsenverein und in der BAG sind und in beiden Institutionen auch viele Jahre ehrenamtlich mitgearbeitet und auch heute noch an verantwortlicher Stelle in unterschiedlichen Gremien des Verbandes tätig sind, möchten wir daran erinnern, dass starke Verbände eine wichtige Voraussetzung für unsere Unabhängigkeit sind. Mitglieder, die jetzt über den bösen Börsenverein oder über die unfähige BAG-Führung herziehen und rückhaltlose Aufklärung verlangen, sollten aufmerksam den BuchMarkt und das Börsenblatt lesen und weniger darüber nachdenken, wie sie mit immer neuen Vereinen unsere gemeinsamen Interessen noch mehr zersplittern, als vielmehr durch aktiv-kritische Mitarbeit unseren Verband stärken. Angesichts der Herausforderungen des Markes und der Politk können wir uns keinen Brudekampf leisten. Wir haben wichtigere Fragen zu lösen, das habe ich mit meinem Brief ansprechen wollen.

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