Das vor drei Jahren im Droemer-Knaur Verlag erschienene Buch „Feuerherz“ von Popsängerin Senait Mehari ist, seit es Pläne für eine Verfilmung gibt, Gegenstand eines Konflikts.
Dieser besteht zum einen zwischen der Autorin und dem Medienmagazin Zapp, das Vorwürfe bezüglich Mehari’s Glaubwürdigkeit geltend machte und behauptet, sie sei niemals Kindersoldatin gewesen. Zum anderen aber auch zwischen der Menschenrechtsorganisation, für die sich Mehari einsetzt und der ELF („Eritrean Liberation Front“), die Anschuldigungen, es seien im Unabhängigkeitskrieg zwischen Eretrea und Äthiopien Kindersoldaten eingesetzt worden, zurückweist.
Das Buch beschreibt Mehari’s Kindheit, in der sie Kindersoldatin gewesen sein soll, weist aber einige Ungenauigkeiten bezüglich Daten und Orten auf. Der zentrale Punkt, ob es überhaupt Kindersoldaten gegeben habe, gründet auf unterschiedlichen Definitionen dieses Begriffs.
So habe Mehari laut ELF nie eine Waffe in Händen gehalten und im Camp der „Morgensterne“ (die Jugendorganisation der ELF) habe es kein militärisches Training gegeben, doch laut Definition der vereinigten Nationen und der Cape-Town Principles gelten nicht nur Minderjährige, die mit der Waffe kämpfen als Kindersoldaten, sondern auch Späher, Boten, etc.
Die FAZ-Autorin bezweifelt, ob sich Zack mit den Gegebenheiten auseinandergestzt hat und nicht einem zu einlinigem Bild aufgesessen ist. Sie wirft Zack indirekt vor, Dinge passend zu machen, wo sie nicht passend sind. Nicht nur der Verlag halte weiter an der Glaubwürdigkeit der Autorin fest, ihre Angaben zu Orten und Personen habe man bei der Entstehung des Buches überprüft.
Dagegen: Mehrmals habe Senait Mehari Briefe von Eriträern bekommen, die sich besorgt um das Ansehen ihres Landes zeigten: Kindersoldaten passen nicht in das Bild des heroischen Unabhängigkeitskampfes. Auch Menschenrechtssorganisatinen halten an der Darstellung der Autorin fest.
Laut Berliner Zeitung will Senait Mehari jetzt gegen die Vorwürfe des Magazins Zapp, in dessen Beitrag sie als Lügnerin dargestellt wird, klagen, hier mehr