Die AG Publikumsverlage hat heute in München ein Modell diskutiert, mit dem die verhärteten Fronten zwischen

Rudolf Frankl, Joachim Unseld, Lothar Kleiner
Übersetzern und Verlagen hoffentlich aufgebrochen werden können: Seit vier Jahren schmettern die in verdi organisierten Übersetzer alle Vorschläge ab, die die Verlage bislang gemacht haben, um auch die Übersetzer angemessener für ihre Leistung zu honorieren.
Jetzt wollen die über 200 in München versammelten Vertreter von Publikumsverlagen nicht mehr warten, bis irgendwelche gesetzliche oder gerichtliche Regelungen greifen und haben ein Honorarmodell („Münchner Modell“) vorgeschlagen, dass vernünftige Grundhonorare festschreibt, aber außerordendliche Erlöse bei unerwarteten Bestsellererfolgen in einen Fond einbringen soll, an dem alle Übersetzer beteiligt werden sollen.
Das muss jetzt der neue Vorstand vorantreiben, der noch rechtzeitig gewählt wurde, bevor die Veranstaltung wegen Sturmwarnung abgebrochen wurde: Rudolf Frankl (Vertriebs- und Marketingleiter dtv), Lothar Kleiner (Kaufmännischer Geschäftsführer S. Fischer) und Joachim Unseld (Frankfurter Verlagsanstalt) lösen den alten Vorstand mit Thomas C. Schwoerer, Helge Malchow und Joachim Unseld ab.