Der Bonner Psychiatrie Verlag geht im März mit dem neuen Label Balance buch + medien an den Start.
Den Psychiatrie Verlag gibt es seit 1978, und bis heute lautet sein Anspruch, auf ein humanistisches Gesundheitswesen hinzuwirken sowie die Betroffenen von psychischen Erkrankungen zu entstigmatisieren. Im Laufe der Jahre ist das Programm breiter geworden, zu Fachbüchern kamen Ratgeber und Erfahrungsberichte hinzu.
Letztere Segmente, die auf eine größere Zielgruppe zielten – die der Betroffenen und deren Angehörigen bzw. Freunde – taten sich unter dem Namen Psychiatrie Verlag im Buchhandel schwer. Zu nahe lag die Assoziation zum Fachbuch, vermutet Ute Hüper, die gemeinsam mit York Bieger den Verlag leitet: „Es ist uns nicht gelungen, unsere Ratgeber so breit zu platzieren, wie es der tatsächliche Bedarf erwarten ließe. Denn seelische Krisen sind weit verbreitet und es werden zukünftig eher mehr als weniger Menschen davon betroffen sein.“ Die logische Schlussfolgerung: Die Gründung eines neuen Labels.
Balance buch + medien Verlag startet mit zwölf Titeln, darunter vier Neuerscheinungen zu Themen wie u. a. Zwangsstörungen, Forensik oder Psychopharmaka. Man erhofft sich nicht nur bessere Marktchancen durch die Gründung des neuen Labels: „Wir kommen auch aus der engen Nische Psychiatrie heraus“, meint Ute Hüper. Häufig hätten sie interessante Manuskripte von Autoren ablehnen müssen, da sie nicht ins Verlagsprofil gepasst hätten. Dies werde sich nun ändern.
Details dazu in der BuchMarkt-Januarausgabe auf S. 64