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VIER FRAGEN AN: Georg Stern, Geschäftsleiter der Minerva Wissenschaftliche Buchhandlung, zur strategischen Kooperation mit dem Schweitzer Sortiment

Die Minerva Wissenschaftliche Buchhandlung in Wien und das Schweitzer Sortiment in München sind eine strategische Kooperation eingegangen [mehr…]

BuchMarkt-Online sprach mit dem Geschäftsleiter der Minerva, Georg Stern, über die Hintergründe des Zusammenspiels zweier großer Marktteilnehmer

Georg Stern liebt Wiener Küche

buchmarkt.de: Wann entstand erstmals die Idee einer Kooperation zwischen Minerva und Schweitzer, was war der ursprüngliche Auslöser?
Georg Stern: Die Idee entstand – wie so manches in Wien – bei einem gemütlichen Abendessen mit dem Geschäftsführer des Schweitzer Sortiments München, Philipp Neie im „Schwarzen Adler“, einem Restaurant mit hervorragender klassischer Wiener Küche (http://www.schwarzeradler.net). Der ursprüngliche Auslöser war die Tatsache, daß sich das Schweitzer Sortiment entschlossen hatte, die Filiale in Wien in dieser Form nicht weiter zu führen.

Mit Minerva und Schweitzer kooperieren zwei starke Markteilnehmer. Ist für einen alleine der Wettbewerb zu rauh geworden?
Rauh ist der Wettbewerb nur für Marktteilnehmer, die nicht rundum professionell agieren. Diese Professionalität ist aber gerade die Stärke der beiden Firmen. Beide Firmen haben auf Grund ihrer Kundenstruktur in den letzten Jahren bei der Entwicklung der Technologien verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Dieser Schwerpunkt lag bei Minerva in der Entwicklung von M/E/O/S, http://meos2.minerva.at/eos2/eos, einer Plattform, über die in ca. 5800 Onlinejournals aus ca. 60 Verlagen titelübergreifend recherchiert werden kann. M/E/O/S prüft dann selbsttätig ob ein laufendes Abo zu dem Journal besteht und verlinkt auf den Volltext. Schweitzer hat sehr stark in den Bereich E-Procurement investiert und beide Firmen werden sich die Investitionen in Zukunft gegenseitig nutzbar machen.
Darüber hinaus sollen Industriekunden, die in beiden Ländern präsent sind im Rahmen der Kooperation betreut werden.

Kann im Markt nur noch bestehen, wer auf diese Weise versucht, Synergien in der Vertriebsstruktur zu nutzen?
Nur noch würde ich nicht sagen. Es kann jeder bestehen, der sich klar darüber ist, womit er sein Geld eigentlich verdienen will und sich dafür die optimalen Werkzeuge schafft. Die Anforderungen von institutionellen Kunden sind sehr hoch und steigen weiter. Neben den Onlinejournals kommen gerade auch e-Books auf den Markt. Das alles zu verkaufen und zu administrieren erfordert viel Know-how, das kann man nicht nebenbei machen. Neben der schon erwähnten Professionalität ist daher eine klare Profilierung ein zentraler Erfolgsfaktor.

Sie wollen sich vor allem gegen internationale Konkurrenz stärken. Wie weit sehen Sie diesen Prozess der Internationalisierung im Fachinformations-Segment fortgeschritten?
Die Herausforderung für eine in Zentraleuropa lokal arbeitende Firma – die Tätigkeitsschwerpunkte der Minerva liegen neben Österreich in Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Polen – Erfolg zu haben liegt gerade darin, daß dieses Geschäft schon jetzt völlig internationalisiert ist. D.h. für den Kunden spielt es im Prinzip keine Rolle in welchem Land sein Dienstleister sitzt. Minerva wächst kontinuierlich und ist damit ein Teil dieser Internationalisierung. Gleichzeitig haben wir aber auch einen Heimvorteil und den nützen wir natürlich aus. Das ist in Wien, nicht zuletzt wegen, wie schon eingangs gesagt, vieler guter Restaurants auch nicht so schwer.

Interview: Carsten Tergast

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