Die Situation für die Kultur in Rostock hat sich in den vergangenen Wochen durch die prekäre Haushaltssituation in der Hansestadt dramatisch zugespitzt, vermeldet das Literaturhaus Rostock. Die Mitarbeiter dort wissen, wovon sie sprechen: Auch dem Literaturhaus Rostock droht die Insolvenz! „Betroffen sind ca. 20 freie Kultureinrichtungen in Rostock. Mit deren Schließung würde ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern irreversibel zerstört“, heißt es in einer Presseerklärung des Literaturhauses.
Oberbürgermeister Roland Methling hat zum 01.11.2006 eine Haushaltssperre verfügt, von der vorrangig Träger freier Kultureinrichtungen betroffen sind. O-Ton Methling: „Ich habe alle Ausgaben für die Freien Kulturträger gestoppt, und dabei wird es auch im nächsten Jahr bleiben.“
Es wird nach jetzigem Stand der Dinge in 2007 so lange keine Fördermittel geben, bis der Haushalt der Hansestadt Rostock beschlossen ist, was voraussichtlich frühestens im Juni 2007 der Fall sein wird. „In Frage steht auch, ob das Literaturhaus in 2007 noch zu den geförderten Einrichtungen gehören wird.“
„Aufgrund dieser zugespitzten Lage ist unsere Bitte an Sie sehr dringlich“, wenden sich Geschäftsführer Reiner Mnich und Programmleiterin Katinka Friese an die Presse: „Das Literaturhaus Rostock braucht nun Ihre Aufmerksamkeit und bittet Sie, Ihre Solidarität für die Sicherung des Hauses auf beigefügtem Aktionsblatt zu bekunden. Jede Initiative für die Erhaltung des Literaturbetriebs ist jetzt gefragt! Zusätzlich kann ein persönlicher Kommentar und/oder die Einbringung dieser Problematik in den kulturellen (evtl. auch überregionalen) Diskurs nach Ihren Möglichkeiten (Problematisierung in den Medien, Stellungnahmen, Fürsprachen, öffentliche Solidaritätsbekundungen, Berichterstattung) helfen, das Literaturhaus und damit das umfangreichste Literaturprojekt in M-V zu sichern.“
Kontakt: info@literaturhaus-rostock.de